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Berlin tüt was!

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Ausstellungsobjekte in der Wandelhalle

Blick in die Ausstellung / Foto: Abgeordnetenhaus von Berlin

710.000 Stück am Tag – Berlin ertrinkt in Plastiktüten. Zu häufig werden diese Beutel nach kurzer Nutzung in der Hausmülltonne entsorgt und anschließend mit dem Restmüll verbrannt. Das ist problematisch für die Umwelt und verbraucht enorme Mengen an Ressourcen. Deutschlandweit werden so jährlich 100.000 Tonnen Kunststoff für Plastiktüten ver(sch)wendet.

Mit der Aktion „Berlin tüt was“ hat die Stiftung Naturschutz Berlin gemeinsam mit der BSR und der Deutschen Umwelthilfe ein Zeichen gegen diese Verschwendung gesetzt. An rund 70 Sammelstellen – darunter auch 13 Büros von Mitgliedern des Abgeordnetenhauses von Berlin – konnten die Berlinerinnen und Berliner im Sommer 2014 ihre Einwegplastiktüten gegen Mehrwegtragetaschen tauschen. Ziel war es, 30.000 Tüten aus dem Verkehr zu ziehen. Das ist die Menge, die stündlich in Berlin über die Ladentheke geht.

Höhepunkt von „Berlin tüt was“ war die Weltrekordaktion auf dem Tempelhofer Feld. Mit Hilfe von rund 3.000 Berlinerinnen und Berlinern wurden die 30.000 gesammelten und aneinander geknoteten Einwegtüten zur längsten Tütenkette der Welt. Damit sicherte sich Berlin einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde.

Eine Ausstellung in der Wandelhalle des Abgeordnetenhaues zeigte eindrucksvoll die Bilder der Aktion und hat die ungeheure Tütenmenge, die jede Stunde neu ausgegeben wird, verdeutlicht.
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