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Anna Seghers

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1900 - 1983
90. Ehrenbürgerin
Verleihung 18.06.1975

Porträt von Anna Seghers / Bert Heller: Rötelzeichnung (Lichtdruck) / Foto: Stefan Geiser

Anna Seghers – eigentlich Netty Radvany, geborene Reiling - studiert Kunst- und Kulturgeschichte, Geschichte und Sinologie in Köln und Heidelberg. Nach ihrer Promotion geht sie als freie Schriftstellerin nach Berlin. Ihr erstes Werk "Grubetsch" erscheint 1927 unter dem Pseudonym "Seghers". Ein Jahr später erhält sie für die Erzählung "Aufstand der Fischer von St. Barbara" den Kleist-Preis. 1928 tritt sie in die KPD ein.

1933 muss die Kommunistin und Jüdin emigrieren. Sie gelangt nach Mexiko, wo ihr Hauptwerk "Das siebte Kreuz" entsteht. Es schildert die Flucht von sieben Gefangenen aus einem Konzentrationslager. 1947 erhält sie dafür den Georg-Büchner-Preis. Im gleichen Jahr kehrt sie nach Berlin zurück. Sie lässt sich im sowjetischen Sektor nieder und wird Mitglied der SED. Daneben ist sie Vizepräsidentin des "Kulturbundes zur demokratischen Erneuerung Deutschlands" und 1950 Gründungsmitglied der Deutschen Akademie der Künste der DDR. Von 1952-1978 amtiert sie als Präsidentin des Schriftstellerverbandes der DDR. Außerdem wird sie zum Mitglied des PEN-Zentrums der DDR gewählt.

Anlässlich ihres 75. Geburtstages verleihen ihr Magistrat und Stadtverordnetenversammlung von Ostberlin die Ehrenbürgerwürde wegen ihrer Verdienste um die "Entwicklung der proletarisch-revolutionären-antifaschistischen Literatur".
Bei der Vereinigung der Ost- und Westberliner Ehrenbürgerlisten wird sie übernommen, weil mit ihrem Werk Leistungen auf dem Gebiet der Literatur verbunden seien, deren Ursprung, nationale und internationale Wirkung vor der DDR begonnen und weiterhin Bestand hätten.

Angaben zum Künstler Bert Heller (1912 - 1970)

1927-1930 Studium an der Kunstgewerbeschule in Aachen. 1930 Studienreisen ins Ausland. Danach lässt er sich als freischaffender Maler in Laurensburg nieder. 1940-1942 Studium bei Hermann Kaspar an der Akademie der bildenden Künste in München. 1946-1950 arbeitet er freischaffend bzw. als Dozent an der Kunstschule in Wernigerode/Harz. 1950-1953 Meisterschüler der Deutschen Akademie der Künste (Berlin-Ost) bei Heinrich Ehmsen. 1953-58 Professur und 1956-1957 Rektor der Hochschule für bildende und angewandte Kunst Berlin-Weißensee. Ab 1958 freischaffend. 1965 Mitglied der Deutschen Akademie der Künste.

Das Porträt ist im Original im Kupferstich-Kabinett der Staatlichen Kunstsammlung Dresden zu sehen.

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