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Hans-Dietrich Genscher

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1927 - 2016
106. Ehrenbürger
Verleihung 09.09.1993

Porträt von Hans-Dietrich Genscher / Uwe Pfeifer: Öl auf Leinwand, 1994 / Foto: Stefan Geiser

Hans-Dietrich Genscher studiert Jura und Volkswirtschaft in Leipzig und Halle. 1949 legt er in Leipzig seine erste juristische Staatsprüfung ab und ist bis 1952 Gerichtsreferendar in Halle. 1952 siedelt er nach Bremen über. Nach der zweiten juristischen Staatsprüfung 1954 tritt er in eine Bremer Anwaltskanzlei ein.

Politisch engagiert er sich bereits seit 1946. Zunächst in der sowjetischen Besatzungszone in der Liberal-Demokratischen Partei, ab 1952 in der FDP. 1956 geht er als wissenschaftlicher Angestellter der FDP-Bundestagsfraktion nach Bonn. Dort beginnt seine politische Karriere. Von 1959-1965 ist er Geschäftsführer der Bundestagsfraktion. Von 1962-1964 ist er Bundesgeschäftsführer der FDP.

1965 wird er erstmals in den Bundestag gewählt und amtiert bis 1969 als parlamentarischer Geschäftsführer. 1968 erfolgt seine Wahl zum stellvertretenden Parteivorsitzenden. Im Kabinett Brandt ist er von 1969-1974 Innenminister. Von 1974-1992 ist er zunächst im Kabinett Schmidt, ab 1982 im Kabinett Kohl Bundesaußenminister und Vizekanzler. 1990 ist Genscher maßgeblich an den Verhandlungen über die deutsche Einheit beteiligt. Von 1974-1985 ist er Bundesvorsitzender der FDP.

Mit der Ernennung zum Ehrenbürger von Berlin werden seine Verdienste um die Stadt im Amt des Bundesaußenministers gewürdigt. Dabei wird hervorgehoben, dass seine Mitgestaltung am KSZE-Vertrag letztlich eine Voraussetzung für die Wiedervereinigung Deutschlands geschaffen habe. Im schwierigen Wiedervereinigungsprozess habe er sich zudem für Berlin als Sitz von Bundestag und Bundesregierung eingesetzt.

Angaben zum Künstler Uwe Pfeifer (* 1947)

1965-1966 Lehre als Gebrauchswerber. 1968-1973 Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig bei Werner Tübke, Hans Mayer-Foreyt und Wolfgang Mattheuer. Seit 1973 freischaffend in Halle-Neustadt. Ab 1975 Lehrbeauftragter an der Burg Giebichenstein Hochschule für industrielle Formgestaltung Halle. 1981 Teilnahme an der Biennale in Venedig. Zu Beginn der 90er Jahre Hinwendung zur Porträtmalerei. Seine Bildnisse entstehen zumeist nach Polaroid-Fotos.

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