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Heinrich Lübke

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1894 - 1972
72. Ehrenbürger
Verleihung 10.04.1962

Porträt von Heinrich Lübke / Friedrich Ahlers-Hestermann: Öl auf Leinwand, 1967 / Foto: Stefan Geiser

Heinrich Lübke studiert Landwirtschaft, Geodäsie, Volkswirtschaft und Verwaltungsrecht. Er arbeitet zunächst als Vermessungs- und Kulturbauingenieur. Ab 1923 engagiert er sich in landwirtschaftlichen Organisationen. 1926 ist er Mitbegründer der "Deutschen Bauernschaft" und bis 1933 deren Direktor.

1931 wird er für das Zentrum in den Preußischen Landtag gewählt. Aus seinen Ämtern wird er mit Beginn der NS-Zeit entlassen. 1934-1935 wird wegen "Korruption in der Systemzeit" gegen ihn ermittelt. Das Verfahren wird nach 20 Monaten Untersuchungshaft eingestellt. 1945 wird er Mitglied der CDU.

1946 wird er in den nordrhein-westfälischen Landtag gewählt. Von 1947-1952 ist er dort Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. 1949-1950 und von 1953-1959 ist er Abgeordneter im Bundestag. 1953-1959 ist er Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Von 1959-1969 amtiert er als zweiter Bundespräsident der Bundesrepublik. Er setzt sich für eine große Koalition im Bund ein und engagiert sich besonders für die Länder der Dritten Welt. Aus gesundheitlichen Gründen tritt er vorzeitig von seinem Amt zurück.

Die Ernennung zum Ehrenbürger ehrt den "überzeugungstreuen Menschen, der den Machthabern des nationalsozialistischen Regimes Widerstand entgegensetzte". Überdies würdigen Senat und Abgeordnetenhaus sein tatkräftiges Eintreten für Berlin, indem er als Bundespräsident einen zweiten Amtssitz in der geteilten Stadt einrichtete.

Angaben zum Künstler Friedrich Ahlers-Hestermann (1883 - 1973)

1900-1904 Schüler von Arthur Siebelist in Hamburg. Auf Anraten des Kunsthistorikers Julius Meier-Graefe geht er 1907 nach Paris. Ab 1910 Kontakt zum Café-du-Dôme-Kreis deutscher Maler, der später sog. Académie Matisse. 1918 Rückkehr nach Hamburg. 1919 Gründungsmitglied der Hamburger Secession. 1928-1933 Professur an der Kölner Werkschule. In der NS-Zeit erhält er Malverbot. 1945-1951 Direktor der Landeskunstschule Hamburg. Übersiedlung nach Berlin. Ab 1956 Leiter der Abteilung Bildende Künste der Akademie der Künste (Berlin-West). Sein Werk umfasst Porträts, Landschaften, Stillleben und figürliche Kompositionen.

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