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Hugo Heimann

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1859 - 1951
56. Ehrenbürger
Verleihung 24.07.1926
und 04.12.1947

Porträt von Hugo Heimann / Helga Tiemann: Öl auf Leinwand, 1969 / Foto: Stefan Geiser

Nach einer Buchhändlerausbildung in Berlin und London wird Hugo Heimann 1885 Partner und dann schließlich Alleininhaber der juristischen Verlagsbuchhandlung J. Guttentag in Berlin. 1900 verkauft er sein erfolgreiches Unternehmen. Er stiftet zusammen mit seiner Frau die "Öffentliche Bibliothek und Lesehalle zu unentgeltlicher Benutzung für jedermann", die er 1919 der Stadt Berlin schenkt.

Fortan engagiert er sich politisch, vor allem in kultur- und bildungspolitischen Fragen. Seit 1899 ist er bis 1933 als SPD-Mitglied Stadtverordneter von Berlin. Von 1908-1910 ist er Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses. Während der Revolution 1918 wird er zum Volksbeauftragten von Berlin gewählt. Von 1919-1920 ist er Mitglied der Verfassungsgebenden Deutschen Nationalversammlung und von 1920-1932 des Reichstags. 1926 erhält er als „Vorkämpfer des sozialen Fortschritts“ die Ehrenbürgerwürde Berlins, die ihm 1933 von den Nationalsozialisten aberkannt wird, weil er Jude ist. 1939 emigriert Heimann in die USA, wo er 1951 in New York stirbt.

1947 wird Heimann die Ehrenbürgerwürde wieder verliehen, die "in schmachvoller Zeit von den nationalsozialistischen Machthabern der Stadt widerrufen worden war". Mit dieser "Wiedergutmachung eines schweren Unrechts" soll zugleich die "Ehrerbietung für alle vom Nationalsozialismus verfolgten Bürger von Groß-Berlin" bezeugt werden.

Angaben zur Künstlerin Helga Tiemann (* 1917)

Studium der Malerei und Grafik an der Werkschule Köln bei Prof. Seuffert und Prof. Meyer. 1938-1944 Studium an der Hochschule für Bildende Künste Berlin-Charlottenburg bei Prof. Spiegel und Prof. Eichhorst. Bei Kriegsende entstehen erste Porträts russischer Besatzungsoffiziere. 1953 Rückkehr nach Köln. Ausgehend von einer Porträtserie von Konrad Adenauer spezialisiert sie sich auf die Bildnismalerei, insbesondere prominenter Politiker.

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