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Jakob Kaiser

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1888 - 1961
69. Ehrenbürger
Verleihung 08.02.1958

Porträt von Jakob Kaiser / Friedrich Ahlers-Hestermann: Öl auf Leinwand, 1959 / Foto: Stefan Geiser

Der gelernte Buchbinder Jakob Kaiser schließt sich 1912 der Christlichen Gewerkschaftsbewegung und der Zentrumspartei an. Von 1925-1933 ist er Abgeordneter der Zentrumspartei im Reichstag. Als die Nationalsozialisten 1933 seine Unterschrift zur Selbstauflösung der Gewerkschaft fordern, weigert er sich. Er wird mehrfach inhaftiert, 1938 wegen Vorbereitung zum Hochverrat für 10 Monate. Er gehört zum engeren Kreis der Männer des 20. Juli 1944.

Nach dem missglückten Attentat auf Hitler hält er sich 9 Monate in einem Keller versteckt. 1945 beteiligt er sich am Aufbau der CDU in der sowjetischen Besatzungszone und wird ihr 1. Vorsitzender. Er ist Mitglied im ersten Stadtparlament von Berlin nach dem Zweiten Weltkrieg. Als er 1947 mit der sowjetischen Militäradministration in Konflikt gerät, wird ihm die Parteiführung entzogen.

Er siedelt nach Westberlin über. 1948/49 ist er Vertreter Berlins im Parlamentarischen Rat. 1949 erhält er einen Sitz im Deutschen Bundestag und wird von Adenauer zum ersten Bundesminister für Gesamtdeutsche Fragen berufen. Seit 1958 ist er Ehrenvorsitzender der CDU. Er ist Gründungsmitglied des "Kuratoriums Unteilbares Deutschland". 1957 legt er aus gesundheitlichen Gründen seine Ämter nieder.

Mit der Ernennung zum Ehrenbürger ehren Senat und Abgeordnetenhaus von Berlin den "aufrechten Widerstandskämpfer". Sie würdigen überdies seine Mitwirkung bei der Gründung der CDU und des "Kuratoriums Unteilbares Deutschland" sowie "seine aufopferungsvolle Arbeit als Bundesminister für Gesamtdeutsche Fragen".

Angaben zum Künstler Friedrich Ahlers-Hestermann (1883 - 1973)

1900-1904 Schüler von Arthur Siebelist in Hamburg. Auf Anraten des Kunsthistorikers Julius Meier-Graefe geht er 1907 nach Paris. Ab 1910 Kontakt zum Café-du-Dôme-Kreis deutscher Maler, der später sog. Académie Matisse. 1918 Rückkehr nach Hamburg. 1919 Gründungsmitglied der Hamburger Secession. 1928-1933 Professur an der Kölner Werkschule. In der NS-Zeit erhält er Malverbot. 1945-1951 Direktor der Landeskunstschule Hamburg. Übersiedlung nach Berlin. Ab 1956 Leiter der Abteilung Bildende Künste der Akademie der Künste (Berlin-West). Sein Werk umfasst Porträts, Landschaften, Stillleben und figürliche Kompositionen.

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