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Leopold Hermann Ludwig von Boyen

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Porträt von Leopold Hermann Ludwig von Boyen / Foto: Landesarchiv Berlin

1771 - 1842
19. Ehrenbürger
Verleihung 19.11.1842

Der Kriegsminister Leopold Hermann Ludwig von Boyen war einer der Reformer, die aus Preußen einen modernen Staat machten. Er führte unter anderem in Preußen die allgemeine Wehrpflicht ein.

Geboren 1771, begann von Boyen schon mit 12 Jahren seine militärische Laufbahn. Nach Abschluss der Kriegsschule kämpfte er 1794 - 96 in Polen und 1806 gegen Napoleon. Eine Kriegsverletzung ließ er in Weimar pflegen, wo er Kontakt zur Herderschen Familie und dem Dichter Wieland hatte. Von Boyen verwarf seine literarischen Ambitionen jedoch zugunsten seines Reformgeistes. 1810 wurde er als Oberstleutnant ins Kriegsministerium geholt. Nach seiner Ernennung zum Kriegsminister, 1814, erließ er das Gesetz zur Allgemeinen Wehrpflicht und die Landwehrordnung. Wegen Kritik an seinen Reformen trat von Boyen 1819 zurück und widmete sich 21 Jahre lang seinem Privatleben. 1841 wurde er erneut General der Infanterie und Kriegsminister. Ein Jahr später erhielt er die Ehrenbürgerwürde Berlins.

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