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Lucius Dubignon Clay

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1897 - 1978
73. Ehrenbürger
Verleihung 05.05.1962

Porträt von Lucius D. Clay / Gerhard Rechenbach: Öl auf Leinwand, 1962 / Foto: Stefan Geiser

Clay absolviert die Militärakademie in Westpoint. Ab 1918 steht er im Dienst des Ingenieurkorps der US-Army. 1944 erwirbt sich Clay hohe Verdienste als Stellvertreter General Eisenhowers. Er wird zum stellvertretenden Leiter des Amtes für Kriegsplanung und Mobilisierung berufen.

1947 erfolgt die Berufung zum Militärgouverneur der US-Besatzungszone und zum Befehlshaber der US-Landstreitkräfte in Europa. In dieser Funktion betreibt er die Vereinigung der amerikanischen und britischen Besatzungszone zur sog. "Bizone" mit. Trotz eigener Vorbehalte gegenüber Deutschland setzt er sich für dessen schnelle Selbstverwaltung sowie die Bildung demokratischer Institutionen ein. Im Alliierten Kontrollrat lehnt er die sowjetischen Demontageforderungen ab.
Während der Blockade Westberlins 1948-1949 initiiert er die Luftbrücke, durch die die Stadt mit ca. 2 Millionen Tonnen Versorgungsgütern beliefert werden kann. Außerdem verweigert er, als Zeichen des Widerstands gegen den politischen Druck Moskaus, die Evakuierung alliierten Personals. Nach dem Ende der Blockade kehrt er in die USA zurück.

Zweimal besucht er danach Berlin: 1950 anlässlich der Einweihung der Freiheitsglocke und 1961 als Begleiter Vizepräsident Johnsons im Zusammenhang mit der Berlin-Krise nach dem Mauerbau. In diesem Zusammenhang erfolgt seine Ernennung zum Sonderbotschafter Washingtons in Berlin.

Mit der Verleihung der Ehrenbürgerwürde dankt Berlin Clay für seine Leistungen als Militärgouverneur in Deutschland und ehrt den "Gestalter der Luftbrücke" sowie den "Überbringer der Freiheitsglocke", der "auch in neuer Bedrängnis entschlossen für die Freiheit Berlins eingetreten ist".

Angaben zum Künstler Gerhard Rechenbach (1924 - 1984)

Nach Kriegsdienst und Gefangenschaft 1945-1948 private Malstudien in Berlin. 1948-1955 Studium der Malerei an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin (West), Aktzeichnen bei Prof. Ernst Fritsch, Meisterschüler bei Max Kaus. 1955 Studienaufenthalt in Paris bei Jean Deyrolle. Lebt anschließend als freischaffender Maler in Berlin mit Schwerpunkt auf Bildnismalerei: schafft zwischen 1960-1977 u. a. Porträts verschiedener Berliner Bezirksbürgermeister.

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