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Nikolai Erastowitsch Bersarin

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Nikolai Erastowitsch Bersarin / Foto: Timofej Melnik, Bildbearbeitung: Kurt Blank-Markard

1904 - 1945
89. Ehrenbürger
Verleihung 02.05.1975 und 11.02.2003

Nikolai Bersarin wird am 24. April 1945 von Marschall Georgi Schukow als 1. Berliner Stadtkommandant und Kommandeur der sowjetischen Garnison in Berlin eingesetzt. Damit erhält er die politisch-administrative Verantwortung für die besetzte Stadt.

Er organisiert umgehend die Lebensmittelversorgung, die Instandsetzung der Strom- und Wasserleitungen sowie der Straßen. Darüber hinaus sorgt er für den Aufbau einer neuen Verwaltung und des kulturellen Lebens. In schriftlichen Befehlen versucht er, Übergriffe, Plünderungen und Vergewaltigungen sowjetischer Soldaten zu unterbinden.

Nach nur 50 Tagen im Amt stirbt er bei einem Motorradunfall am 16. Juni 1945. In seiner kurzen Amtszeit hat er eine persönliche Leistung für Berlin erbracht, die über seine Dienstpflicht weit hinausgeht. Der Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung von Ostberlin würdigen 1975 mit der posthumen Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Nikolai Bersarin dessen „hervorragende Verdienste bei der Befreiung Berlins von der Herrschaft des Faschismus und als erster sowjetischer Stadtkommandant“.

Bei der Vereinigung der beiden Ehrenbürgerlisten Ost- und Westberlins 1992 wird Bersarin nicht übernommen, da man zunächst annimmt, er habe die Vergehen der sowjetischen Soldaten an der Berliner Bevölkerung nicht zu verhindern versucht. Forschungen des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst können dies jedoch widerlegen. Durch Beschluss des Berliner Abgeordnetenhauses vom 13. Juli 2000 wird der Senat schließlich aufgefordert, ihn wieder in die Liste aufzunehmen. Diesem Parlamentsbeschluss folgt der Senat am 11. Februar 2003.

Angaben zur Fotografie Foto: Timofej Melnik; Bildbearbeitung: Kurt Blank-Markard

Das Portät Bersarins ist ausnahmsweise eine Fotografie. Es wurde auf Wunsch seiner Familie in die Ehrenbürgergalerie aufgenommen, weil das Bildnis nach ihrer Ansicht am Besten den Charakter des Geehrten zum Ausdruck bringt.

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