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Otto Heinrich Warburg

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1883 - 1970
74. Ehrenbürger
Verleihung 08.10.1963

Porträt von Otto Heinrich Warburg / Carl Obenland: Öl auf Leinwand, 1968 / Foto: Stefan Geiser

Otto Heinrich Warburg studiert Chemie und Medizin in Freiburg, Heidelberg und Berlin. Mit Unterbrechung durch den Ersten Weltkrieg forscht er von 1914-1930 am Kaiser-Wilhelm-Institut für Biologie in Berlin. 1929 führt ihn eine Vortragsreise in die USA. Er knüpft Kontakt zur Rockefeller-Stiftung. Auf deren Initiative und mit deren finanzieller Unterstützung gründet er 1931 in Berlin das Kaiser-Wilhelm-Institut für Zellphysiologie, ab 1953 Max-Planck-Institut, und leitet es als Direktor bis zu seinem Tode.

Warburg ist in seiner Zeit einer der bedeutendsten Biochemiker weltweit. Dies rettet den jüdischen Wissenschaftler vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten. 1931 erhält er den Nobelpreis für Physiologie und Medizin für die Entdeckung und die Erforschung der Funktionsweise des Atmungsferments Eisenoxydgenase.

1944 soll er den Preis nochmals für seine Forschungen über das eisenfreie gelbe Zellatmungsferment bekommen. Hitlers generelles Verbot für Deutsche, den Preis anzunehmen, verhindert dies. Seine weiteren Forschungen gelten der Photosynthese und dem Stoffwechsel der Krebszelle.1962 erhält er den "Ludwig Darmstädter- und Paul Ehrlich-Preis", nach dem Nobelpreis die wichtigste internationale Auszeichnung in der medizinischen Forschung.

Anlässlich seines 80. Geburtstages ehren Stadt und Land Berlin "den verdienten Gelehrten, der den Ruf dieser Stadt als Zentrum der Forschung und Lehre mitbegründet hat", mit der Ehrenbürgerwürde.

Angaben zum Künstler Carl Obenland (* 1908)

1925-1932 Studium der Malerei an der Akademie in München bei Franz von Stuck. Bereist in den 30er Jahren Italien und England, wo er zu Studienzwecken alte Meister kopiert. 1938-1940 Berlinaufenthalt, Studium an der Kunstgewerbeschule in Charlottenburg. Unterhält in Steglitz ein kleines Atelier und erhält erste Porträtaufträge. 1940-1947 Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft in Frankreich und USA. Lebt seither in der Murrhardter Lutzensägemühle. Malt neben Landschaften vor allem Porträts, u. a. von Theodor Heuß.

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