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Sigmund Jähn

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* 1937
92. Ehrenbürger
Verleihung 21.09.1978

Doppelporträt von Walerie F. Bykowski und Sigmund Jähn / Bernhard Franke: Öl auf Hartfaser, 1980 / Foto: Stefan Geiser

Nach einer Buchdruckerlehre wird Sigmund Jähn 1955 Soldat der Nationalen Volksarmee. Er absolviert die Offizierschule der Luftstreikkräfte der DDR und wird Mitglied der SED.

Als einer der ersten Düsenjägerpiloten der DDR studiert Jähn von 1966-1970 an der Militärakademie „Juri Gagarin“ der sowjetischen Luftstreitkräfte in Monino. Im sowjetischen Kosmonautenzentrum wird er von 1976-1978 auf seinen ersten Weltraumausflug vorbereitet.

1978 wird er als erster Deutscher ausgewählt, als Kopilot des Sowjetkosmonauten Waleri F. Bykowski mit „Sojus 31“ in den Weltraum zu fliegen. Nach einem Physikstudium in Potsdam wird er 1983 zum Doktor der Naturwissenschaften promoviert und im Jahre 1986 zum Generalmajor befördert.

Nach 1989 ist Jähn als Berater im russischen Kosmonautenausbildungszentrum tätig. In der Deutschen Forschungsanstalt für Luft- und Raumfahrt in Köln setzt er diese Beratertätigkeit bis zu seinem Ruhestand fort.

Wegen ihrer Leistungen auf dem Gebiet der Weltraumfahrt verleihen Magistrat und Stadtverordnetenversammlung von Ostberlin Waleri F. Bykowski und Sigmund Jähn kurz nach deren Rückkehr aus dem All die Ehrenbürgerwürde.

Bei der Vereinigung der Ost- und Westberliner Ehrenbürgerlisten werden sie wegen der „großen nationalen und internationalen Anerkennung“ ihrer wissenschaftlichen Leistungen übernommen. Zudem werden damit „zwei noch lebende Persönlichkeiten als Ehrenbürger Berlins“ berücksichtigt, „die insbesondere den Berlinern der östlichen Stadtbezirke und darüber hinaus den neuen Bundesländern nachhaltig im Bewußtsein sind.“

Angaben zum Künstler Bernhard Franke (*1922)

1937-1940 Fotografieausbildung an der Kunst- und Handwerksschule Magdeburg. Daneben Zeichenunterricht in Abendkursen. 1940-1946 Kriegsdienst und -gefangenschaft. 1946-1948 Arbeit als Fotograf in Bitterfeld. 1948-1950 Studium der Malerei an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, am Institut für angewandte Kunst Burg Giebichenstein bei Carl Crodel. 1951-1952 Maler für Produktionspropaganda im Filmwerk Wolfen, Bitterfeld. Ab 1952 leitet er einen künstlerischen Zirkel für bildnerisches Volksschaffen. 1984 Gründung einer Werkstatt für angewandte Kunst und Umweltgestaltung im Filmwerk Wolfen.

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