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Kurt Landsberg

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Kurt Landsberg / Foto: Landesarchiv Berlin

Kurt Landsberg wurde am 20. März 1892 in Berlin geboren. Er besuchte das Sophien–Gymnasium zu Berlin und anschließend die Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin, an der er Geschichte, Staatswissenschaften, Germanistik und Theologie studierte.

Nachdem er 1922 das Examen als Diplom- Volkswirt abgelegt hatte, arbeitete er bis 1933 als Lehrer, Studienrat, Oberstudienrat, sowie als Oberstudiendirektor an verschiedenen Schulen und als Dozent an der Volkshochschule in Berlin.

Politisch engagierte sich Kurt Landsberg in der Deutschen Demokratischen Partei als Bezirksverordneter und Fraktionsvorsitzender in Berlin-Mitte. Während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft war er zunächst noch als Leiter einer Privatschule tätig, wurde jedoch 1939 erwerbslos und arbeitete ab 1940 als Angestellter einer Maschinenfabrik in Berlin.

Nach dem Krieg war Kurt Landsberg wieder als Schulleiter und Leiter der Volkshochschule Steglitz tätig. 1946 wurde er Bezirksstadtrat für das Volksbildungswesen in Steglitz, ein Jahr später erfolgte seine Berufung zum Professor für Geschichte an die Hochschule für Musik und an die Hochschule für Bildende Künste in Berlin. Nachdem sich Kurt Landsberg zunächst der CDU angeschlossen hatte und deren Fraktionsvorsitzender im Berliner Stadtparlament wurde, wechselte er 1950 nach Auseinandersetzungen über das Berliner Schulgesetz zur SPD. Zugleich war er 1949 bis 1953 Leiter der Abteilung „Geschichtliche und Geographische Grundlage der Politik“ an der Deutschen Hochschule für Politik.

Im Jahre 1950 wurde Kurt Landsberg Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, sowie Bezirksverordneter in Berlin–Zehlendorf. Ende Oktober 1957 wählte ihn das Abgeordnetenhaus mit einer knappen Mehrheit zum Parlamentspräsidenten. Infolge von Auseinandersetzungen um seine Person und der Bitte des Landesausschusses der Berliner SPD um Aufgabe seines Amtes, trat er Anfang März 1958 zurück.

Kurt Landsberg war Mitglied des Verwaltungsrates des Senders Freies Berlin, Erster Vorsitzender der Freien Volksbühne Berlin, sowie Erster Vorsitzender des Vereins für die Geschichte Berlins. Er starb am 28. Februar 1964 im Alter von 71 Jahren in Berlin.

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