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Otto Friedrich Bach

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Otto Friedrich Bach / Foto: Landesarchiv Berlin

Otto Friedrich Bach wurde am 22. Dezember 1899 in Stuttgart geboren. Nach dem Abschluss der Schulbildung durchlief er von 1915 bis 1918 eine kaufmännische Lehre im Papier- und Schreibwarengroßhandel.
In den Jahren 1921 bis 1933 war er am Aufbau des Berliner Zweig-Amtes des Internationalen Arbeitsamtes in Genf unter Leitung des ehemaligen Reichsarbeitsministers Alexander Schlicke beteiligt. Zunächst wirkte er dabei als Referent für Wirtschafts- und Sozialpolitik, später wurde er als stellvertretender Leiter mit der Durchführung zahlreicher Erhebungen wirtschaftlicher und sozialpolitischer Art betraut.

Im Oktober 1933 erfolgte die Berufung in das Internationale Arbeitsamt in Genf. Dort war Otto Bach bis 1940 als Referent- und Ausschussassistent, sowie als Chefredakteur der Monatsschrift „Internationale Rundschau der Arbeit“ tätig. 1941 siedelte er nach Paris über, wo er bis 1944 als Mitglied der Geschäftsführung im Vorstand der deutschen Handelskammer saß. Im Juni 1944 wurde er wegen „staatsfeindlicher Haltung“ von der Deutschen Botschaft auf Veranlassung des SD aus Frankreich ausgewiesen und wurde im November 1944 noch als Lastkraftfahrer  zur Wehrmacht eingezogen. Im Mai 1945 war Otto Bach in Hamburg als Dolmetscher und Referent beim Britischen Militärkommandanten in Hamburg-Bergedorf tätig und übernahm im ersten Magistrat von Groß-Berlin das Hauptamt für Gesamtplanung. Daneben leitete er bis 1946 das Wirtschaftliche Sekretariat im Zentralausschuss der SPD. Ab 1946 war Otto Bach für ein Jahr Mitglied des Vorstandes (Direktor) bei der Elektrowerke-AG Berlin. Von 1948 bis 1950 schrieb er außerdem als Chefredakteur für den „Telegraf“.

Bereits 1946 ist Otto Bach Stadtverordneter der SPD geworden. 4 Jahre später wurde er als Senator für das Sozialwesen in die Westberliner Landesregierung berufen, der er bis 1953 angehörte. Von 1954 bis 1957 war Otto Bach als führender Direktor des Sender Freies Berlin am Aufbau der Sendeanstalt beteiligt. Ab 1958 gehörte er  dann wieder dem Abgeordnetenhaus von Berlin an und wurde am 28. September 1961 einstimmig zum neuen Präsidenten des Berliner Abgeordnetenhauses gewählt. Im März 1967 verzichtete er nach fast sechsjähriger Amtsführung auf eine erneute  Kandidatur bei den Berliner Wahlen und trat in den Ruhestand.

Otto Bach war nach seinem Ausscheiden aus der aktiven Politik u. a. Vizepräsident der Europa-Union in Deutschland, Vorsitzender des Landesverbandes Berlin der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen und Präsident des Internationalen Rescue Committee. Er war ferner Aufsichtsratsvorsitzender der Bürgermeister Reuter-Stiftung der SPD. Ausgezeichnet wurde Otto Bach u. a. mit  dem Großkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (1964), der Ernst-Reuter-Medaille in Silber und der Europa-Medaille (1969). Am 28. Juli 1981 starb Otto Bach im Alter von 81 Jahren in Berlin.
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