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Peter Lorenz

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Peter Lorenz / Foto: Landesarchiv Berlin

Peter Lorenz wurde am 22. Dezember 1922 in Berlin geboren. Nach dem Abitur 1941 wurde er zum Arbeits- und Wehrdienst eingezogen. 1945 war er zunächst als Sachbearbeiter beim Magistrat von Berlin, dann 1946 als Angestellter bei der deutschen Verwaltung für Handel und Versorgung der SBZ und ab 1947 als freier Journalist tätig.

Seit 1945 war Peter Lorenz CDU-Mitglied, dabei von 1946 bis 1949 und 1953 Landesvorsitzender der Jungen Union Berlin. 1948 wurde er als einer der Mitbegründer der Freien Universität Vorsitzender des Studenten-Parlaments und studierte bis 1952 an der FU Berlin und der Humboldt-Universität Jura. Nach der 1. juristischen Staatsprüfung 1952 und der 2. juristischen Staatsprüfung 1956 arbeitete Peter Lorenz als Rechtsanwalt und Notar (bereits seit 1965) und war von 1967 bis 1977 Justitiar des Senders RIAS Berlin.

1954 wurde Lorenz in das Abgeordnetenhaus von Berlin und zugleich in den Fraktionsvorstand gewählt. Von 1967 bis 1975 war er Vizepräsident des Abgeordnetenhauses und löste 1969 Franz Amrehn als Landesvorsitzenden der Berliner CDU ab. Am 27.02.1975 wurde Peter Lorenz von Mitgliedern der „Bewegung 2. Juni“ auf dem Weg zu seinem Büro entführt. Er wird jedoch von den Entführern einige Wochen später freigelassen.

Im März 1975 wurde Peter Lorenz zum Präsidenten des Abgeordnetenhauses von Berlin gewählt (bis 1980), ging dann im Oktober 1976 als Berliner CDU-Bundestagsabgeordneter für kurze Zeit nach Bonn und erhielt nach den Bundestagswahlen 1980 erneut ein Mandat als Berliner Abgeordneter. Im September 1982 wurde Lorenz als parlamentarischer Staatssekretär ins Bundeskanzleramt berufen, in dem er auch nach den Bundestagswahlen 1983 für weitere 4 Jahre verblieb. In dieser Zeit übte er zugleich die Funktion des Bundesbevollmächtigten in Berlin aus. Nach den Bundestagswahlen 1987 kehrte Lorenz als Berliner Abgeordneter in den 11. Deutschen Bundestag zurück, führte jedoch die Tätigkeit als parlamentarischer Staatssekretär im Bundeskanzleramt nicht weiter fort.

Peter Lorenz war ferner Mitglied zahlreicher Aufsichtsratgremien von Vereinigungen und Gesellschaften. Ausgezeichnet wurde er u.a. mit dem Großen Bundesverdienstkreuz mit Stern (1977/80), Franz. Nat. Verdienstorden, Ernst-Reuter-Plakette, LLD h.c. Wagner-College New York, Dr. rer. pol. h.c. Seoul.

Am 6. Dezember 1987 erlag Peter Lorenz in Berlin einem Herzversagen.

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