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Hare-Niemeyer-Verfahren

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Nach dem von dem englischen Juristen Hare und dem deutschen Mathematiker Niemeyer begründeten Verfahren der mathematischen Proportion werden die bei einer Wahl zu vergebenden Sitze verteilt, indem zunächst die Gesamtzahl der zu vergebenden Sitze für jede Partei gesondert mit der Anzahl der für sie abgegebenen Stimmen multipliziert und das jeweilige Ergebnis durch die Stimmen aller Parteien geteilt wird.

Jede Partei erhält zunächst so viele Sitze, wie ganze Zahlen auf sie entfallen. Die danach noch zu vergebenden Sitze werden nach der Reihenfolge der höchsten Zahlenbruchteile (Stellen hinter dem Komma) zugeteilt. Dieses System findet bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus Anwendung. An dem Verfahren nehmen nur die Parteien teil, die mehr als fünf Prozent der abgegebenen Zweitstimmen erhalten haben (Sperrklausel).

(siehe auch: d` Hondt`sches Verfahren, gemischtes Wahlsystem)

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