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120. Geburtstag des Malers und Ehrenbürgers Otto Nagel (25.09.2014)

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Portrait Otto Nagel / Künstler: Bert Heller

Otto Nagel wurde als Sohn eines Tischlers und Sozialdemokraten am 27. September 1894 im Berliner Wedding geboren. Nach dem Ersten Weltkrieg trat er 1920 in die KPD ein. Seine lebenslange Freundschaft mit Käthe Kollwitz begann.

Künstlerisch bildete er sich autodidaktisch. Sein Thema war wie bei Zille und Baluschek das Berliner Arbeitermilieu. Nach 1933 wurde er mehrfach verhaftet, seine Kunst galt als "entartet", er erhielt Malverbot und wurde 1936 kurzzeitig im KZ Sachsenhausen eingekerkert.

Nach Kriegsende gründete er den "Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands" mit und war dessen Vorsitzender in Brandenburg. Er wurde Mitglied der SEP, ab 1946 Landtagsabgeordneter in Brandenburg und von 1950-1954 auch Abgeordneter der Volkskammer. Er war Mitbegründer der Deutschen Akademie der Künste der DDR und von 1956-1962 deren Präsident. Otto Nagel starb am 12. Juli 1967 in Berlin.

Posthum verliehen ihm Magistrat und Stadtverordnetenversammlung von Ostberlin die Ehrenbürgerwürde als Anerkennung für "seine hervorragenden künstlerischen Leistungen und seine enge Verbindung zum Leben und Schaffen der Berliner Werktätigen".

Bei der Vereinigung der Ost- und Westberliner Ehrenbürgerlisten wurde er wegen seines "herausragenden Berlin-Bezugs" übernommen.
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