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50 Jahre Mauerbau: Ein ganz besonderer Rückblick auf den 13. August 1961 von Harry Schnur (03.08.2011 bis 17.08.2011)

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Anlässlich des 50. Jahrestages des Baus der Berliner Mauer gibt das Abgeordnetenhaus von Berlin einen ganz besonderen Rückblick auf die Berliner Schicksalstage im Sommer 1961 heraus. Der jüdische Altphilologe Harry Schnur war 1933 aus Deutschland geflüchtet und wollte am 13. August 1961 das Grab seiner Großmutter auf dem jüdischen Friedhof in Weißensee und den Pergamonaltar auf der Museumsinsel besuchen. So wurde Schnur zufällig Zeuge des Mauerbaus, den er in bewegenden und klugen Worten und voller Anspielungen auf antike Motive vor Ort dokumentierte.

„Im Bewusstsein, Zeuge eines historisch bedeutsamen Ereignisses zu sein, schrieb Harry Schnur seine Beobachtungen nieder“, so Parlamentspräsident Walter Momper. Das einzigartige an dem Text: Er ist in lateinischer Sprache verfasst. Harry Schnur habe den Mauerbau in Latein dokumentiert, „weil er das, worum es ihm ging, in keiner seiner Sprachen ... so deutlich, so eindringlich, so humorvoll und so emotional zum Ausdruck bringen konnte“, erklärt der Abgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion Dr. Fritz Felgentreu. Er hat zu der besonderen Publikation den Anstoß gegeben, die Einleitung verfasst, die Übersetzung angefertigt und den Text editiert.

Das „Vallum Berolinense“ ist eine ungewöhnliche und überraschend leichte Lektüre, die den Leser in das Berlin der Tage des Mauerbaus führt und aus den Augen eines Gelehrten erblicken lässt. Aus Schnurs biografischem Hintergrund entstehen zahlreiche Berührungspunkte zwischen der Teilung Berlins und der Antike, aber auch mit dem Nationalsozialismus.

Das „Vallum Berolinense“ ist über das Abgeordnetenhaus von Berlin, Referat Öffentlichkeitsarbeit, Niederkirchnerstr. 5 in 10111 Berlin, kostenfrei erhältlich.

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