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AUSSCHREIBUNG FÜR DIE PREISVERGABE DER OBERMAYER GERMAN JEWISH HISTORY AWARDS (10.09.2008 bis 23.09.2008)

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AUFRUF FÜR NOMINIERUNGEN

Einsendeschluss: 23. September 2008

Die Obermayer German Jewish History Awards werden jedes Jahr an Personen vergeben, die ehrenamtlich herausragende Beiträge zur Dokumentation und zum Erhalt jüdischer Geschichte und Kultur, des jüdischen Erbes und/oder der Überreste lokaler deutscher Gemeinden geleistet haben. Die Auszeichnung, die im Jahr 2000 ins Leben gerufen wurde, wird im Abgeordnetenhaus von Berlin, dem Sitz des Berliner Landesparlaments, überreicht. Normalerweise findet die Preisverleihung am 27. Januar statt. Dieses Datum markiert den Jahrestag der Befreiung von Ausschwitz im Jahr 1945 und ist der deutsche Holocaust-Gedenktag. Diese Preise werden vergeben mit der freundlichen Unterstützung des German Jewish Community History Council der Obermayer Stiftung, des Präsidenten des Abgeordnetenhauses von Berlin und der German Jewish Special Interest Group of JewishGen, der führenden Organisation für jüdische Genealogie im Internet.

GRÜNDE FÜR DIE PREISVERGABE

In den letzten Jahrzehnten haben viele Einzelpersonen in Deutschland versucht, Informationen über das jüdische Leben , das einst über Jahrhunderte hinweg in grossen und kleinen Gemeinden in Deutschland florierte, zu rekonstruieren, d.h. das Bild des jüdischen Lebens vor der Zerstörung wiederherzustellen. Ohne an eine Gegenleistung zu denken, haben diese Personen geholfen, das Bewusstsein für eine einstmals dynamische Kultur zu fördern, im Andenken an diejenigen, die im Holocaust gestorben sind, in Anerkennung der einflussreichen Beiträge, die die jüdische Kultur und jüdische Menschen für Deutschland geleistet haben, und in der Hoffnung, zerstörte Verbindungen wiederherzustellen.
Diese Personen haben freiwillig unzählige Stunden ihrer Freizeit solchen Projekten gewidmet, aber nur wenige sind für ihre Bemühungen anerkannt oder geehrt worden. Der German Jewish Community History Council ist der Ansicht, dass es von besonderer Bedeutung ist, wenn Jüdinnen und Juden aus aller Welt solche Arbeiten mit einer Auszeichnung anerkennen, würdigen und internationale Aufmerksamkeit erregen.

Die Preisträger des letzten Jahres waren:
Gerhard Buck (Idstein-Walsdorf)
Charlotte Mayenberger ((Bad Buchau)
Johanna Rau ((Kalbach)
Fritz Reuter (Worms
Helmut Urbschat & Manfred Kluge (Vlotho)
Die Profile dieser Preisträger und derjenigen der früheren Jahre sind abrufbar unter
http://www.obermayer.us/award.

Ihre Beiträge bestehen aus selbst verfassten Büchern und Artikeln über lokale jüdische Geschichte, restaurierten Synagogen und Friedhöfen, aus durchgeführten Ausstellungen, aus Forschungen in Familiengeschichte und nach verlorenen Objekten, durch pädagogische Informationen mit Erstellung von Webseiten und bei besonderen Jugendprogrammen. Alle Preisträger haben sich unzählige Jahre nur ihrem einzelnen Projekt gewidmet, und viele haben dadurch multiple Projekte in ihrer Gemeinde oder Region angeregt.

Viele der nominierten Personen erhielten "Zertifikate der Anerkennung" für ihre außergewöhnlichen Arbeiten. Die Vorschlagenden waren in erster Linie Jüdinnen und Juden, die außerhalb Deutschlands leben, aber überraschenderweise wurde die erste Gruppe von Preisträgern von Überlebenden des Holocaust nominiert. Ein ausführlicherer Bericht über die letztjährige Preisvergabe und den Festakt befindet sich auf der Webseite im Internet unter http://www.obermayer. us/award.

KRITERIEN FÜR EINE AUSZEICHNUNG

Preise werden an Bürger Deutschlands - die nicht mosaischen Glaubens sind - verliehen, die das Bewusstsein für ehemaliges jüdisches Leben in ihrer eigenen Gemeinde oder Region fördern. Frühere Preisträger können nicht mehr vorgeschlagen werden, aber die Personen, die mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet wurden, können Preisträger 2009 werden.

Die Arbeit wird im Hinblick auf ihre Bedeutung für den Fortbestand jüdischen Lebens, ihre Bedeutung für Bildung und Ausbildung, ihre Zugänglichkeit für die Öffentlichkeit, ihren andauernden Wert und die Verbesserung der Kommunikation zwischen Jüdinnen/Juden und deutschen Nichtjüdinnen/ Nichtjuden bewertet. Die Arbeit darf nicht Teil der regulären, d.h. bezahlten, Arbeit sein, und sie soll nicht Teil eines akademischen Studiums sein, darf aber mit dem Beruf der/des Nominierten in Zusammenhang stehen, sofern die Beiträge weit über das hinausgehen, was im Rahmen der normalen Arbeit von einem erwartet wird.

Die Art der bisherigen Arbeiten kann als Richtlinie genutzt werden, aber andere Arten von einzigartigen Beiträgen sind willkommen.

VORSCHLAGSVERFAHREN

Es wird angenommen, dass die Kandidaten in erster Linie von dankbaren Juden aus aller Welt vorgeschlagen werden, die bestimmte Deutsche für ihre außergewöhnliche Arbeit ehren möchten. Angaben, die in der Nominierung nicht ausreichend begründet sind, können auf Anforderung des Vorschlagenden oder der Jury durch den Vorgeschlagenen ergänzt werden.

Die Nominierung soll maximal 1000 Worte umfassen und muss bis zum 23. September 2008 eingegangen sein.
Die Nominierung sollte eine kurze Biographie der vorgeschlagenen Person und eine Beschreibung der Aktivitäten, in der die folgenden Punkte angesprochen werden, enthalten:

a. Inhalt und Form der Arbeit, z. B. schriftliches Dokument, Ausstellung, etc.
b. Was war das beabsichtigte Ziel, die Zielgruppe und Botschaft?
c. Worin bestand die Motivation für diese Unternehmung?
d. Durch wen oder welchen Umstand erhielt der Vorschlagende Kenntnis von der Arbeit?
e. Handelt es sich um eine fortlaufende Arbeit, oder wann wurde sie begonnen, wann beendet?
f. Wie wurde die Arbeit ausgeführt (z. B. in Zusammenarbeit mit anderen Personen, wurden Archive oder andere Stellen/Quellen benutzt)?
g. Wie gelangte die Arbeit an die Öffentlichkeit und wie wurde sie aufgenommen (evtl. auf Presse
und Medienberichte hinweisen)?
h. Kann die Arbeit von anderen, z. B. in Archiven, im Unterricht, in Bibliotheken verwendet werden?
i. Gab es besondere Schwierigkeiten bei der Ausführung der Arbeit?
j. Anhaltende Wirkung der Arbeit?
k. Vollständige Kontaktadresse für Sie und die von Ihnen nominierte Person (Name, Adresse, Telefonnummer sowie Email und/oder Fax, falls vorhanden)

Der Bewerbung sollten Referenzen von zwei weiteren Personen, die mit der Arbeit des Kandidaten/der Kandidatin vertraut sind, beigefügt werden. Benutzen Sie die obigen Diskussionspunkte als Leitfaden, denn das ist die Grundlage, auf der die Jury über die Gewinner erkennen wird. Die Jury wird möglicherweise in der Endausscheidung des Auswahlverfahrens an diese Personen kontaktieren.

Sie können einzelne Kopien von Endprodukten (z.B. Buch, Artikel, Video, CD-ROM) oder Fotos von Exponaten, Rekonstruktionen oder Renovierungen einreichen. Damit wir genügend Zeit für eine gründliche Bewertung haben, bitten wir Sie, uns Ihr Material bis zum 23. September 2008 einzureichen. Dieses Material wird normalerweise nicht zurückgegeben, sondern bleibt Eigentum des Archivs und der Bibliothek des Leo Baeck Institute. Sollten sich bereits Veröffentlichungen des Kandidaten in den Sammlungen des Leo Baeck Institute befinden, überprüfen Sie dies bitte anhand des Online-Katalogs des Instituts. In diesem Fall teilen Sie uns in Ihrer Bewerbung mit, dass das Material zur Bewertung vorliegt (mit Telefonnummer).

DIE JURY

Das German Jewish Community History Council Board und die Juroren/Preisrichter setzt sich aus hochgeachteten Persönlichkeiten zusammen, die Erfahrungen aus erster Hand und Kenntnis von den verschiedenen Beiträgen haben, die deutsche Bürger geleistet haben. Zu den Jury-Mitgliedern zählen: Ernst Cramer (Berlin), Karen Franklin (New York), Ernest Kallmann (Paris), Werner Loval (Jerusalem), Walter Momper (Berlin), Sara Nachama (Berlin) und Arthur Obermayer (Boston). Ihre Biographien befinden sich auf der oben angegebenen Web-Seite.

BENACHRICHTIGUNG DER KANDIDATEN

Die Kandidaten, die die Endrunde erreicht haben, werden benachrichtigt, und weitere Informationen könnten angefordert werden.

Die Preisträger werden im November 2007 benachrichtigt. Nach der Preisverleihung werden Ehrenurkunden an weitere preiswürdige Kandidaten in Anerkennung ihrer Leistungen verschickt.

PREISVERLEIHUNG

Die Preisverleihung findet in einem Festakt in Berlin, im Abgeordnetenhaus, dem Sitz des Berliner Parlaments, statt. Die Preisträger erhalten eine gerahmte Ehrenurkunde und einen Geldbetrag zur weiteren Unterstützung ihrer Projekte. Reise- und Hotelkosten für die Preisträger und ihre Lebensgefährten werden übernommen. Ehrengäste aus dem öffentlichen und politischen Leben werden anwesend sein. Die Arbeiten der Preisträger werden dem anwesenden Publikum und der Presse und den Medien vorgestellt. Zusätzlich zu der Preisverleihung und dem Festakt in Berlin werden einzelne Gemeinden aufgefordert, eigene Veranstaltungen zu organisieren, um die Preisträger zu ehren.

KONTAKT INFORMATION

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte unsere Homepage http://www.obermayer.us/award. Alle Einsendungen, Endprodukte eingeschlossen, sollten entweder per E-Mail an die Adresse germanaward@hotmail.com oder an die unten angegebene Postadresse in den USA geschickt werden.

Obermayer Foundation
239 Chestnut Street
West Newton, MA. 02465 USA

oder an:

Frau Stefanie Pruschansky
Leiterin Referat Protokoll
Abgeordnetenhaus von Berlin
D-10111 Berlin-Mitte, Deutschland
Tel. 030 23251003
Fax 030 23251168
Mobil 01607480948
E-Mail: Stefanie.Pruschansky@parlament-berlin.de

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