1. zur Suche
  2. zur Hauptnavigation
  3. zum Inhalt
  4. zum Bereichsmenü
Logo des Abgeordnetenhauses

Abgeordnetenhaus dankt Hubert Erb (19.10.2004)

nach unten

Zum letzten Mal kam am Dienstag (19. Oktober 2004) Hubert Erb, der Medienberater des US-Oberbefehlshabers für Europa, mit 47 Führungsoffizieren des US-Oberkommandos Stuttgart ins Abgeordnetenhaus von Berlin. Hubert Erb und die Offiziere besuchen die Stadt im Rahmen eines Informationsprogramms, das bereits seit 1987 stattfindet und an dem sich das Berliner Parlament von Anfang an beteiligt hat.

Die Stabsoffiziere aus dem US-Oberkommando für Europa in Stuttgart wurden nach einem Rundgang durch das Parlamentsgebäude vom Vizepräsidenten des Abgeordnetenhauses, Prof. Dr. Christoph Stölzl, begrüßt. Anschließend führten sie mit dem Vizepräsidenten und den Abgeordneten Marion Seelig (PDS) und Axel Hahn (FDP) ein lebhaftes Gespräch, in dessen Mittelpunkt die politische Entwicklung nach Öffnung der Mauer, die gegenwärtige Situation und die Perspektiven Berlins standen.

Sichtlich bewegt sprach dann Hubert Erb vor Abgeordneten und Offizieren seine Abschiedsworte. Nach Berlin werde er auch künftig immer wieder kommen: privat - mit seiner Frau Christa - , um hier Kinder und Enkel zu besuchen. Parlamentsvizepräsident Prof. Stölzl sagte, Hubert Erb habe sich um Berlin und das Abgeordnetenhaus verdient gemacht, und überreichte ihm Berlins Wappentier, einen edlen Porzellanbären.

Auf dem Programm der Gäste stehen in Berlin ferner Besuche in der Amerikanischen Botschaft, im Museum Karlshorst und im Bendler-Block sowie politische Gespräche im Bundestag und im Bundespresseamt.

Der Aufenthalt im Abgeordnetenhaus hat traditionell einen festen Platz im Besuchsprogramm der US-Offiziere. Die Idee zu den Informationsbesuchen stammt von Hubert Erb: Er kommt seit 1987 dreimal pro Jahr mit Offizieren nach Berlin. In der deutschen Hauptstadt sollen sich die Gäste, die später militärische Führungspositionen in aller Welt übernehmen werden, über die politische Situation in Deutschland informieren. Sie sollen Berlin und - nicht zuletzt die Berliner selbst - kennen lernen.

Seit 1987 hat Hubert Erb mehr als 3.000 amerikanische Offiziere nach Berlin gebracht. Er hat das Programm, das im geteilten Berlin begann, auch nach der Wiedervereinigung Deutschlands und dem Abzug der drei westalliierten Schutzmächte (1994) fortgesetzt.

"Für alle Beteiligten ist es wichtig, dass möglichst viele einflussreiche Militärs Berlin aus eigener Anschauung kennen. Und ein wenig sollen die Besuche dazu beitragen, dass die deutsch-amerikanische Freundschaft lebendig bleibt", sagt Erb, der früher viele Jahre als Journalist und Büro-Chef einer weltweiten Nachrichtenagentur in Berlin tätig war. Der Medienberater des US-Oberbefehlshabers für Europa wird Anfang 2005 in den Ruhestand treten.

Wie seine Amtsvorgänger fördert auch Parlamentspräsident Walter Momper das Besuchsprogramm. Mehrmals hat er selbst an den Diskussionen mit den Offizieren teilgenommen.

Präsident Momper: "Diese Besuche vermitteln den Gästen wichtige Informationen, und sie geben uns die Möglichkeit, deutlich zu machen, dass auch das wiedervereinigte Berlin den USA eng verbunden ist. Mit dem Besuchsprogramm hat sich Mr. Hubert Erb große Verdienste um Berlin erworben. Stets hat er die Besuche sorgsam vorbereitet und dann seine Gäste mit Engagement und Leidenschaft über Berlin informiert und ihnen Kontakte und Gespräche mit Entscheidungsträgern der Politik ermöglicht. Für diese Informationsarbeit, die immer zugleich Sympathiewerbung für Berlin war, haben wir ihm zu danken. Wir hoffen, dass das Besuchsprogramm auch künftig stattfinden kann."

nach oben

Auf dieser Website ist die Webstatistik Piwik datenschutzkonform installiert. | Mehr Infos & Datenschutz