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Berlin trifft Buenos Aires (21.10.2014)

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Die Präsidiumsmitglieder vor der Gedenkstätte ESMA / Foto: Abgeordnetenhaus

Das Präsidium des Abgeordnetenhauses von Berlin besuchte Anfang November die argentinische Partnerstadt Buenos Aires. Unter Leitung von Parlamentspräsident Ralf Wieland repräsentierten die beiden Vizepräsidenten Anja Schillhaneck und Andreas Gram sowie die Abgeordneten Andy Jauch und Wolfgang Brauer Berlin.

 

Parque de la Memoria - Mauer mit den Namen der Opfer des Staatsterrorismus / Foto: Abgeordnetenhaus

Die Delegation absolvierte ein umfängliches Programm.  Nach der Ankunft am Montagabend waren die Berliner Abgeordneten in die Deutsche Botschaft geladen und trafen dort auch auf Vertreter politischer Stiftungen. Am Dienstag stand der Besuch der Gedenkstätte ESMA auf dem Programm. Die Escuela de Mecánica de la Armada, eine ehemalige Ausbildungsstätte der Marine, befindet sich im Stadtteil Belgrano. Während der Militärdiktatur von 1976 - 1983 fungierte die Schule als geheimes Gefängnis und Folterzentrum des Landes. Etwa 5000 Menschen wurden dorthin verschleppt. Menschenrechtsorganisationen schätzen, dass fast alle Inhaftierten ermordet wurden. Nachdem die Militärs das Gelände endgültig geräumt hatten, wurde es zum Gedenkort erklärt. Während der Militärdiktatur in Argentinien wurden ca. 30.000 Menschen von Behörden oder paramilitärischen Vereinigungen deportiert, gefoltert, viele von ihnen lebendig in den Rio de la Plata geworfen.

Im Parque de la Memoria besuchte die Parlamentariergruppe das Monumento a las Victimas del Terrorismo de Estado und informierte sich im dazugehörigen Dokumentationszentrum über die Entstehung und Aufgabe des Memorial Park Projekts. Die Initiative dafür ging von mehreren Menschenrechtsorganisationen aus. Mit dem Denkmal wird der Opfer des Staatsterrorismus während der Zeit der Militärdiktatur gedacht. Auf den Steinplatten stehen die Namen der verschwundenen und ermordeten Opfer und – soweit bekannt – deren vermutlicher Todeszeitpunkt.

Neben Gesprächen mit Abgeordneten des Stadtparlaments von Buenos Aires und dem Austausch mit Abgeordneten des Nationalen Kongresses boten die argentinischen Gastgeber Einblicke in mehrere Stadtentwicklungsprojekte und organisierten eine eine Expertentour zu einem Technologie-Distrikt. Auf der Agenda stand auch ein Besuch im Teatro Colón, das mit der Deutschen Staatsoper einen Kooperationsvertrag hat.

Als weiteres Gastgeschenk wurde ein eigens zusammengestellter Bildband mit Fotos vom Besuch der argentinischen Abgeordneten in Berlin übergeben / Foto: Abgeordnetenhaus

Ralf Wieland überreicht einen Fußball mit den Unterschriften der Profimannschaft von Hertha BSC / Foto: Abgeordnetenhaus

Argentinische Gastgeber mit der Präsidiumsdelegation im nationalen Parlament / Foto: Abgeordnetenhaus

Als Höhepunkt des Freundschaftsbesuchs wurden die Berliner Präsidiumsmitglieder zu Ehrengästen der autonomen Stadt Buenos Aires ernannt.

Im Mai dieses Jahres konnte das Abgeordnetenhaus von Berlin eine Parlamentarierdelegation aus Buenos Aires begrüßen. Unsere Abgeordneten wurden nun zu einem Gegenbesuch in die argentinische Hauptstadt eingeladen. Am 17. Mai 2014 hatten die argentinische und die deutsche Seite im Namen ihrer Parlamente in Berlin ein Protokoll über die Zusammenarbeit und den Austausch unterschrieben. Ziel ist es, die nachhaltige Entwicklung beider Städte zu fördern.

Buenos Aires gehört zu den ganz großen lateinamerikanischen Metropolen mit rund 2,9 Millionen Einwohnern in der Stadt, im Großraum 12,8 Millionen. Die Hauptstadt ist als capital federal autonom, also nicht Teil einer Provinz. Argentinien ist das zweitgrößte Land Südamerikas. Regierungsform ist eine Präsidialdemokratie. Im Land wohnen rund eine Million deutschstämmige Einwohner.

Die Städtepartnerschaft besteht seit dem 19. Mai 1994.

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