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Franz Neumann - Ehrenbürger - 1904 - 1974 (13.08.2014)

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Am 14. August 2014 jährt sich der Geburtstag des Berliner Ehrenbürgers Franz Neumann zum 110. Mal. Zum ehrenden Andenken an diesen großen Berliner schmückt ein Blumengebinde sein Gemälde in der Ehrenbürgergalerie des Abgeordnetenhauses.

Am 14. August 1904 wurde Franz Neumann in Berlin geboren. 1919 trat der dem Deutschen Metallarbeiterverband bei. Im folgenden Jahr wurde er Vorsitzender der Berliner Metallarbeiterjugend und 1920 auch Mitglied der SPD, zu deren Zielen er sich länger als ein halbes Jahrhundert bekannte.

Seit 1929 mit Gertrud Jänichen verheiratet, wohnte er in der Reinickendorfer Wohnsiedlung „Freie Scholle“, einem Zentrum sozialdemokratischer Kommunalpolitik. 1933 in das Reinickendorfer Bezirksparlament gewählt, verwehrte ihm das NS-Regime die Ausübung seines Mandats. Er verlor seine jugendpflegerische Arbeit im städtischen Dienst.

1934 wurde er von der Geheimen Staatspolizei verhaftet und schwer misshandelt. Das Berliner Kammergericht verurteilte ihn wegen des „hochverräterischen Unternehmens“, den „organisatorischen Zusammenhalt der SPD aufrechtzuerhalten“ zu einer eineinhalbjährigen Gefängnisstrafe.

Nach dem Ende des Krieges 1945 beteiligte er sich an der Neugründung der SPD in Berlin. Er war maßgeblich daran beteiligt, dass die Berliner SPD der von der sowjetischen Besatzungsmacht erzwungenen Verschmelzung mit der KPD zur SED eindringlich widersprach – in einer Urabstimmung ihrer Mitglieder in den drei Westsektoren Ende März 1946. Zwölf Jahre lang war Franz Neumann Vorsitzender der Berliner SPD (1946 – 1958), 14 Jahre lang Mitglied des Landesparlamentes – zunächst der Stadtverordnetenversammlung, dann des Abgeordnetenhauses (1946 – 1960), 20 Jahre lang Bundestagsabgeordneter (1949 – 1969) und 28 Jahre lang Mitvorsitzender der Berliner Arbeiterwohlfahrt (1946 – 1974).

1965 ernannte die Technische Universität den ehemaligen Metallarbeiter, der sich in seiner parlamentarischen Arbeit für die Belange der Hochschule eingesetzt hatte, zum Ehrensenator.

1971 wurde er Ehrenbürger Berlins. Er starb am 9. Oktober 1974.

Die 80-seitige Broschüre zu Franz Neumann können Sie beim Referat Öffentlichkeitsarbeit (Tel: 030 2325-1065) bestellen.

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