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German Jewish History Awards 2014 (27.01.2014)

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Preisträger, Präsident und Dr. Obermeyer auf der Treppe des Abgeordnetenhauses von Berlin

Dr. Arthur Obermayer und Präsident Ralf Wieland mit den Preisträgern 2014 / Foto: Abgeordnetenhaus

Eine Ehrung der Obermayer Foundation, Massachusetts

Die Obermayer-Stiftung aus den USA vergibt in diesem Jahr zum vierzehnten Mal die von ihr ausgelobten Auszeichnungen, die German Jewish History Awards. Geehrt werden Deutsche, die ehrenamtlich Aspekte des jüdischen Lebens erforscht und rekonstruiert haben und die damit die jüdische Vergangenheit in Deutschland lebendig und sichtbar machen.

Die Auszeichnungen werden am 27. Januar verliehen, am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus und dem Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee. Die Obermayer-Stiftung nennt die Preisträger „hervorragende Beispiele dafür, wie Deutschland sich mit seiner Vergangenheit auseinandergesetzt hat.“

Die diesjährigen fünf Preisträger sind

Johannes Grötecke, Bad Wildungen, Hessen
Frowald Gil Hüttenmeister, Stuttgart, Baden-Württemberg
Hans-Peter Klein, Melsungen, Hessen
Silvester Lechner, Elchingen, Bayern
Steffen Pross, Ludwigsburg, Baden-Württemberg
Preisübergabe an Frau Dr. Charlotte Knobloch

Dr. Arthur Obermayer und Präsident Ralf Wieland bei der Preisübergabe an Dr. Charlotte Knobloch / Foto:Landesarchiv Berlin, Thomas Platow

Johannes Grötecke erforscht seit 25 Jahren die Geschichte und Kultur der Juden in Bad Wildungen und hat sich um die Zusammenführung der Nachkommen deutsch-jüdischer Familien verdient gemacht. Der ehemalige Hochschullehrer Dr. Hüttenmeister aus Baden-Württemberg ist der vermutlich beste Entzifferer jüdischer Grabsteine im deutschen Sprachraum. Vor etwa 40 Jahren begann er mit der Entzifferung von Grabinschriften und der Wiederherstellung von Friedhöfen in ganz Europa. Mehr als 25 Jahre lang hat sich bisher auch Hans-Peter Klein aus Hessen der jüdischen Geschichte und Genialogie in seinem Bundesland gewidmet. Nachdem er 1986 in seinem neuen Wohnort Gudensberg ein heruntergekommenes Gebäude sah, die ehemalige Synagoge, ließ ihn die lokale jüdische Geschichte nicht mehr los. Die berufliche Laufbahn von Dr. Silvester Lechner begann Mitte der 70er Jahre an der Ulmer Volkshochschule, die nach dem 2. Weltkrieg von der älteren Schwester von Sophie Scholl mitbegründet worden war.

Dieses prägende Umfeld war mit ursächlich für sein langes Engagement für die Erforschung der jüdischen Geschichte und insbesondere des Holocaust. Seit 1984 arbeitet Steffen Pross aus Baden-Württemberg ehrenamtlich für das pädagogisch-kulturelle Zentrum ‘ehemalige Synagoge Freudental‘. Von ihm wird gesagt, dass er „als Meister des Geschichtenerzählens Familienstammbäume mit Leben erfüllt“.

Die Preisverleihung fand am 27. Januar 2014 um 18.00 Uhr im Plenarsaal des Abgeordnetenhauses von Berlin statt. Parlamentspräsident Ralf Wieland und Dr. Arthur Obermayer, Präsident der Obermayer Foundation, begrüßren die Gäste. Es schlossen sich die Projektpräsentationen der Preisträger an. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung durch die Schülerband des Rheingau-Gymnasiums. Mit einer Sonderehrung wurde die ehemalige Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland, Frau Dr. Charlotte Knobloch, geehrt.

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