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"Auf dieses Projekt setze ich große Hoffnungen!" (02.12.2002)

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Auf den "Treffpunkt der Ideen, Initiativen und Möglichkeiten", den das Abgeordnetenhaus von Berlin am 20. Januar 2003 anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus (27. Januar) veranstaltet, hat Parlamentspräsident Walter Momper heute (2.12.) in einer Pressekonferenz mit Schülerzeitungsredakteure und anderen jungen Medienmacher hingewiesen.Der Präsident sagte u.a.:

"Das Abgeordnetenhaus von Berlin hat seit 1998 mit eigenen Veranstaltungen den 27. Januar, den Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, begangen. Grundlage dafür war ein entsprechender Beschluss des Parlaments vom Mai 1997. Gedenken darf sich jedoch nicht in wiederkehrenden Ritualen erschöpfen. Wir müssen immer wieder neue Formen des Gedenkens finden, damit die Erinnerung lebendig bleibt. Die junge Generation trägt dabei eine besondere Verantwortung. Nur wenn die nachfolgenden Generationen sich der Verbrechen des nationalsozialistischen Terrorregimes bewusst sind, kann dem Vergessen, Verdrängen und dem neuerlich aufkommenden Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus erfolgreich entgegengetreten werden.

Die Kriterien und Inhalte für die Gestaltung und Durchführung des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus werden in einer Arbeitsgruppe erarbeitet, der neben Mitgliedern des Präsidiums des Abgeordnetenhauses, Leiter Berliner und Brandenburgischer Gedenkstätten, Vertreter von Opferverbänden und Medienvertreter angehören. Bei der Vorbereitung legte die Arbeitsgruppe immer besonderen Wert darauf, dass vor allem die junge Generation (Schüler, Auszubildende, Studenten, Jugendliche) besonders angesprochen bzw. bei der Durchführung der Gedenkveranstaltungen eingebunden wurde. Veranstaltet wurden 1998 ein Aufsatzwettbewerb zum Thema "27. Januar - Tag der Erinnerung", 1999 ein Medienwettbewerb für Schüler und Jugendliche zum Thema " Vor dem Vergessen bewahren - Menschen, Ereignisse, Orte", 2000 ein Wettbewerb zur Gestaltung einer Internet-Seite für Schüler und Jugendliche, 2002 ein Wettbewerb mit dem Thema "Zivilcourage beweisen - gegen rassistisch/extremistische Gewalt".

Für den 20. Januar 2003 lädt das Abgeordnetenhaus - anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar - Schülerinnen und Schüler sowie andere Jugendliche bis zum 21. Lebensjahr zu einem " Treffpunkt der Ideen, Initiativen und Möglichkeiten" in das Berliner Landesparlament ein. Hier können sich Schulen, Schulklassen, Kurse, Jugendgruppen- und verbände und einzelne Jugendliche mit ihren Aktivitäten, Aktionen und Ideen präsentieren, die sich mit den geschichtlichen Ursachen, Hintergründen und Konsequenzen der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigen, aber auch aktuelle Erscheinungsformen des Rechtsextremismus, der Gewalt, des Rassismus und Antisemitismus zum Thema haben.

Das Parlament, Schauplatz der Demokratie, bietet allen interessierten Jugendlichen die Möglichkeit im Zeichen des bevorstehenden Gedenktages miteinander ins Gespräch zu kommen und ihre Ideen und Aktionen der Öffentlichkeit vorzustellen. Um das Programm und den Rahmen der Veranstaltung möglichst jugendnah zu gestalten, habe ich die Vorbereitungen einem jungen Team, dem Projekt " denkMAL!", übertragen, das selbstverständlich eng mit meiner Verwaltung zusammenarbeitet. Das Team hat bereits Kontakt zu zahlreichen Jugendgruppen und zu den Berliner Schülerzeitungen aufgenommen, um mö glichst viele Jugendliche in unserer Stadt zur Teilnahme an dem "Treffpunkt" zu gewinnen.

Neben der Präsentation der Projekte Berliner Jugendlicher unter dem Motto "machMAL" schreibt das Abgeordnetenhaus einen Schreibwettbewerb für Jugendliche aus, der sich mit aktuellen Problemen des Rechtsextremismus beschäftigt. Außerdem ist ein Song-Wettbewerb vorgesehen, an dem sich junge Bands beteiligen können, die sich in ihren Texten mit Extremismus und Gewalt auseinander setzen. Ich setze große Hoffnungen in diese Veranstaltung. Wir haben die Chance, vor der Öffentlichkeit in unserer Stadt - und darüber hinaus - deutlich zu machen:

In der jungen Generation geben nicht die kahlgeschorenen Kugelköpfe mit ihren neonazistischen Parolen, den Ton an, sondern hier bestimmen jene Jugendlichen die Richtung, die bereit sind, in Kenntnis der deutschen Vergangenheit Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen. In diesem Sinne hoffe ich auf rege Beteiligung am "Treffpunkt der Ideen, Initiativen und Möglichkeiten".

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