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Ausschreibung für die Preisvergabe der Obermayer German Jewish History Awards für Januar 2011 Aufruf für Nominierungen (27.07.2010)

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Einsendeschluss: 24. September 2010

Die Obermayer German Jewish History Awards werden jedes Jahr an Personen vergeben, die ehrenamtlich herausragende Beiträge zur Dokumentation und zum Erhalt jüdischer Geschichte und Kultur, des jüdischen Erbes und/oder der Überreste lokaler deutscher Gemeinden geleistet haben. Die Auszeichnung, die im Jahr 2000 ins Leben gerufen wurde, wird im Abgeordnetenhaus von Berlin, dem Sitz des Berliner Landesparlaments, überreicht. Normalerweise findet die Preisverleihung am 27. Januar statt. Dieses Datum markiert den Jahrestag der Befreiung von Auschwitz im Jahr 1945 und ist der deutsche Holocaust-Gedenktag. Um eine Überschneidung mit dem Sabbat zu vermeiden, werden die Preise in diesem Jahr an einem früheren Wochentag verliehen. Diese Preise werden vergeben mit der freundlichen Unterstützung des German Jewish Community History Council der Obermayer Stiftung, des Präsidenten des Abgeordnetenhauses von Berlin und der German Jewish Special Interest Group of JewishGen, der führenden Organisation für jüdische Genealogie im Internet.

GRÜNDE FÜR DIE PREISVERGABE

In den letzten Jahrzehnten haben zahlreiche Einzelpersonen in Deutschland versucht, Informationen über das jüdische Leben, das einst über Jahrhunderte hinweg in großen und kleinen Gemeinden in Deutschland blühte, zu sammeln, d.h. das Bild jüdischen Lebens vor der Zerstörung durch die Nazis wiederherzustellen. Ohne an eine Gegenleistung zu denken, haben diese Personen geholfen, das Bewusstsein für eine einstmals dynamische Kultur wieder wach zu rufen, im Andenken an diejenigen, die im Holocaust umgekommen sind. Sie taten es in Anerkennung der großen kulturellen Leistungen jüdischer Menschen in Deutschland und sie taten es in der Hoffnung, zerstörte Verbindungen wiederherzustellen.

Diese Personen haben freiwillig einen großen Teil ihrer Freizeit ihren Projekten gewidmet, aber nur wenige fanden für diese Bemühungen Anerkennung oder Würdigung. Der German Jewish Community History Council fordert deshalb Jüdinnen und Juden aus aller Welt auf, solche Arbeiten auszuwählen, mit einer Auszeichnung zu würdigen und ihnen auf diese Weise internationale Aufmerksamkeit zuteil werden zu lassen.

Die Beiträge der Preisträger/-innen reichen von selbst verfassten Büchern,Artikeln und Ausstellungen zum Thema Lokale jüdische Geschichte über Projekte wie restaurierte Synagogen und Friedhöfe bis hin zu Forschungen in Familiengeschichte und der Suche nach verschwundenen Objekten. Nicht zu vergessen Projekte im Bereich pädagogischer Arbeit, sei es die Erstellung von Webseiten und die Entwicklung spezieller Jugendprogramme. Viele Preisträger/-innen haben durch ihre eigenen Projekte weitere Projekte in ihrer Gemeinde oder Region angeregt.

Viele der nominierten Personen erhielten "Zertifikate der Anerkennung" für ihre außergewöhnlichen Arbeiten. Die Vorschlagenden waren in erster Linie Jüdinnen und Juden, die außerhalb Deutschlands leben, aber überraschenderweise wurde die erste Gruppe von Preisträgern von Überlebenden des Holocaust nominiert. Ein ausführlicherer Bericht über die letztjährige Preisvergabe und den Festakt befindet sich auf der Webseite im Internet unter http://www.obermayer.us/award.

KRITERIEN FÜR EINE AUSZEICHNUNG

Die German Jewish History Awards werden an Bürger/-innen Deutschlands nicht mosaischen Glaubens verliehen, die das Bewusstsein für ehemaliges jüdisches Leben in ihrer Gemeinde oder Region nachhaltig gestärkt haben. Frühere Preisträger/-innen können nicht mehr vorgeschlagen werden, aber Personen, die bisher nur eine Ehrenurkunde erhielten, können mit dem German Jewish History Award 2011 ausgezeichnet werden.

Die Arbeit der Kandidaten/-innen wird nach folgenden Kriterien bewertet: ihre Bedeutung für den Fortbestand jüdischen Lebens in Deutschland, ihr pädagogischer Wert, ihre Zugänglichkeit für die Öffentlichkeit, ihre Nachhaltigkeit und ihre Bedeutung für die Verbesserung der Kommunikation zwischen Jüdinnen/Juden und deutschen Nichtjüdinnen/ Nichtjuden. Die Arbeit darf nicht Teil der beruflichen, d.h. bezahlten Arbeit sein, und sie soll nicht Teil eines akademischen Studiums sein, darf aber mit dem Beruf der/des Nominierten in Zusammenhang stehen, sofern die Beiträge weit über das hinausgehen, was im Rahmen der beruflichen Arbeit erwartet werden kann.

Die bisherigen Arbeiten können als Maßstab genommen werden, aber andere Formen von Beiträgen sind willkommen.

VORSCHLAGSVERFAHREN

Es wird davon ausgegangen, dass die Kandidaten/-innen in erster Linie von dankbaren Juden aus aller Welt vorgeschlagen werden, die Deutsche nicht-mosaischen Glaubens für ihr außergewöhnliches Engagement ehren möchten. Angaben, die in der Nominierung nicht ausreichend begründet sind, können auf Anforderung des Vorschlagenden oder der Jury durch den Vorgeschlagenen ergänzt werden.
Die Nominierung soll maximal 1000 Worte umfassen und muss bis zum 24. September 2010 eingegangen sein.

Die Nominierung sollte eine kurze Biografie der vorgeschlagenen Person und eine Beschreibung der Aktivitäten enthalten, in der die folgenden Punkte angesprochen werden:

Inhalt und Form der Arbeit, z. B. schriftliches Dokument, Ausstellung, etc.
Was war das angestrebte Ziel, die Zielgruppe und Botschaft?
Worin bestand die Motivation für diese Unternehmung?
Durch wen oder welchen Umstand erhielt der Vorschlagende Kenntnis von der Arbeit?
Handelt es sich um eine fortlaufende Arbeit oder umfasste sie einen klar definierten Zeitraum?
Wie wurde die Arbeit ausgeführt – z.B. in Zusammenarbeit mit anderen Personen, wurden Archive oder andere Stellen/Quellen benutzt?
Wie gelangte die Arbeit an die Öffentlichkeit und wie wurde sie aufgenommen? (evtl. auf Presse und Medienberichte hinweisen)
Kann die Arbeit von Anderen – z. B. in Archiven, in Bibliotheken, im Unterricht – genutzt werden?
Gab es besondere Schwierigkeiten bei der Ausführung der Arbeit?
Nachhaltige Wirkung der Arbeit?
Vollständige Kontaktadresse von Ihnen und der von Ihnen nominierten Person (Name, Adresse, Telefonnummer sowie Email und Fax, falls vorhanden)

Der Bewerbung sollten Referenzen von zwei weiteren Personen, die mit der Arbeit des Kandidaten/der Kandidatin vertraut sind, beigefügt werden. Nutzen Sie die obigen Kriterien als Leitfaden, denn das ist die Grundlage, auf der die Jury über die Gewinner/-innen entscheiden wird. Die Jury wird möglicherweise in der Endphase des Auswahlverfahrens diese Personen kontaktieren.

Wenn Sie Kopien von einzelnen Endprodukten (z. B. Buch, Artikel, Video, CD-ROM) oder Fotos von Exponaten, Umbauten oder Renovierungen einreichen möchten, bitten wir Sie, diese an das Leo Baeck Institute, Attn: Karen Franklin, 15 West 16th St., New York, NY 10011 zu schicken. Damit wir genügend Zeit für eine gründliche Bewertung haben, sollte dieses Material bis 6. September 2010 bei uns eingehen. Normalerweise wird das Material nicht zurückgegeben, sondern es wird zum Eigentum des ständigen Archivs des Leo Baeck Institute. Sollten sich Veröffentlichungen des Kandidaten bereits in den Sammlungen des Leo Baeck Institute befinden, prüfen Sie dies bitte in dessen Online-Katalog nach und teilen Sie Karen Franklin in Ihrer Bewerbung mit, dass das Material zur Bewertung vorliegt (mit Telefonnummer).

DIE JURY

Das German Jewish Community History Council Board und die Juroren/Preisrichter setzen sich aus hochgeachteten Persönlichkeiten zusammen, die Erfahrungen aus erster Hand und Kenntnis von den verschiedenen Beiträgen haben, die deutsche Bürger geleistet haben. Zu den Jury-Mitgliedern zählen: Karen Franklin (New York), Ernest Kallmann (Paris), Werner Loval (Jerusalem), Walter Momper (Berlin), Sara Nachama (Berlin) und Arthur Obermayer (Boston). Ihre Biografien befinden sich auf der oben angegebenen Web-Seite.

BENACHRICHTIGUNG DER KANDIDATEN

Die Kandidaten/-innen, die die Endrunde erreicht haben, werden benachrichtigt. Für das Auswahlverfahren in der Endrunde könnten weitere Informationen zu den Kandidaten/-innen angefordert werden.

Die Preisträger werden im November 2010 benachrichtigt. Nach der Preisverleihung werden Ehrenurkunden an weitere preiswürdige Kandidaten/-innen in Anerkennung ihrer Leistungen verschickt.

Das mit der Organisation und Gestaltung der Schlussveranstaltung im Januar 2011 beauftragte Referat Protokoll des Berliner Abgeordnetenhauses wird nach der Endausscheidung mit den Preisträger/-innen Kontakt aufnehmen, um von ihnen Material
(Fotos, Filmsequenzen etc.) für die Präsentation der Arbeiten zu erhalten.

PREISVERLEIHUNG

Die Preisverleihung findet in Berlin im Abgeordnetenhaus, dem Sitz des Berliner Parlaments, im Rahmen eines Festakts statt. Die Preisträger/-innen erhalten eine gerahmte Ehrenurkunde und einen Geldbetrag zur weiteren Unterstützung ihrer Projekte. Reise- und Hotelkosten für die Preisträger und ihre Lebensgefährten/-innen werden übernommen. Außerdem werden Ehrengäste aus dem öffentlichen und politischen Leben anwesend sein. Die Preisträger/-innen werden ihre Arbeiten dem anwesenden Publikum und den Medien selbst vorstellen. Zusätzlich zu der Preisverleihung und dem Festakt in Berlin werden einzelne Gemeinden aufgefordert, eigene Veranstaltungen zu organisieren, um die Preisträger/-innen zu ehren.

KONTAKT INFORMATION

Alle Anfragen und Nominierungen sollten möglichst per E-mail an germanaward@hotmail.com geschickt werden.

Falls keine E-mail zur Verfügung steht, schicken Sie bitte Ihre Anfragen und Nominierungen an: Obermayer Foundation, 239 Chestnut Street, Newton, MA. 02465 USA

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