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"Bleib´ so stachlig, Distel !" (10.10.2003)

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Über das intelligente und hintersinnig-freche Programm der "Distel" hat sich Walter Momper schon zu DDR-Zeiten prächtig amüsiert. Für die Jubiläumsbroschüre des Kabaretts, das in diesen Tagen 50 Jahre alt wird, schrieb der Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin das folgende Grußwort:

"Bleib so stachlig, Distel !

Stachlig war sie schon zu DDR-Zeiten, die "Distel". Eine typische Berliner Pflanze, - aber so ganz anders, als es sich die SED vorgestellt hatte. Stachlig nicht nur gegenüber dem Klassenfeind im Westen, sondern auch gegenüber manchen "sozialistischen" Zeiterscheinungen in der Republik mit "Weltniveau".

Zeiten waren das ja auch: Ein Kabarett wurde durch Magistratsbeschluss gegründet, als Gegengewicht zu den gefürchteten "Insulanern" in West-Berlin, denen die ganze DDR heimlich zuhörte.

Schon zu DDR-Zeiten habe ich mich beim Besuch in Ost-Berlin bei der "Distel" über das intelligente und hintersinnig-freche Programm prächtig amüsiert. Jeder SED-Funktionär musste doch verzweifeln, sofern er die Pointen verstand.

Im Lauf der Jahrzehnte wurde die "Distel" zum Mythos ihrer selbst. Zu Mauerzeiten war ihr Ruf im Westen legendär. Die "Wende" hat dann bei ihr fast alles gewendet. Aber sie ist noch da: eine Pflanze im neuen Klima, 50 Jahre alt, aber stachlig, wie wir sie lieben. Ich wünsche ihr, dass sie am
traditionsreichen Ort in der Friedrichstraße bleiben und weiter stechen kann.

Von Herzen: Glückwunsch und toi, toi, toi. Bleib so stachlig, Distel ! "

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