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"Das Haus der Abgeordneten ist ein Haus der Bürger" (28.04.2003)

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Zum 10. Jahrestag des Einzugs des Abgeordnetenhauses von Berlin in das Gebäude des ehemaligen Preußischen Landtags in Berlin-Mitte am 28. April 1993 erklärt der Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin, Walter Momper :

"Am Montag jährt sich zum 10. Mal ein markantes Datum der Berliner Parlamentsgeschichte: der Einzug des Abgeordnetenhauses von Berlin in das wiederhergestellte Gebäude des ehemaligen Preußischen Landtags am 28. April 1993. Einen Tag später fand die erste Plenarsitzung im neuen Domizil statt.

Der Umzug war eine Konsequenz der Einheit unserer Stadt. Die neue Ära, die für unser Landesparlament am 11. Januar 1991 mit der Konstituierung des ersten Abgeordnetenhauses für ganz Berlin begonnen hatte, wurde nun auch äußerlich sichtbar: Nach jahrzehntelanger "provisorischer" Unterbringung im Rathaus Schöneberg war das Abgeordnetenhaus jetzt mit einem eigenen Gebäude im Stadtbild des neuen Berlin repräsentativ vertreten, - einem Gebäude, das ein Symbol deutscher Geschichte ist.

In dem 1899 eröffneten Haus tagte der Preußische Landtag, und hier fällte am 19. Dezember 1918 der Reichskongress der Arbeiter- und Soldatenräte die Entscheidung gegen eine Räterepublik, für die Wahl einer verfassunggebenden deutschen Nationalversammlung, die dann ab Februar 1919 in Weimar tagte. Nationalsozialisten und DDR-Regierungen nutzten das Parlamentsgebäude zweckentfremdet. Erst ab 1993 diente es wieder seiner eigentlichen Bestimmung: der Parlamentsarbeit.

Die Idee, dieses Gebäude für das Abgeordnetenhaus zu nutzen, hatte der damalige Parlamentspräsident Jürgen Wohlrabe. Er erreichte einen einstimmigen Beschluss des Parlaments und setzte den Start der zweijährigen Bauarbeiten durch. Seine Amtsnachfolgerin, Dr. Hanna-Renate Laurien, hat das Projekt beharrlich und energisch weitergeführt und 1993 den Umzug realisiert.

Seither hat sich das Gebäude - nach dem Konzept des Architekten Prof. Ralf Rave restauriert und modern ausgestattet - als Parlamentssitz, aber auch als Veranstaltungsort wichtiger internationaler Tagungen hervorragend bewährt. In den multifunktional ausgestatteten Sitzungssälen haben viele bedeutende Kongresse stattgefunden, z. B. Sitzungen der Außenminister der G 8-Staaten.

Für die Bürgerinnen und Bürger ist unser Parlamentsgebäude ein offenes Haus. In jedem Jahr kommen Tausende von Besuchern zu Führungen, Sitzungen und Gesprächen. Hier gibt es keine Schwellenangst. Das Haus der Abgeordneten ist ein Haus der Bürger.

Unser geschichtsträchtiges Parlamentsgebäude sollte für uns immer wieder auch ein Ansporn sein, an die Geschichte der Demokratie in Deutschland zu erinnern: an Freiheitsbewegungen wie die Märzrevolution von 1848, an Persönlichkeiten wie den Freiherrn vom und zum Stein, dessen Denkmal am 28. April 2003 auf dem Platz vor dem Abgeordnetenhaus eingeweiht wird, und an Personen der Nachkriegsgeschichte, die sich um Berlin verdient gemacht haben.

Aus dem historischen Ort und der Erinnerung an die Geschichte von Demokratie und Parlament sollten wir auch künftig Orientierung beziehen."

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