1. zur Suche
  2. zur Hauptnavigation
  3. zum Inhalt
  4. zum Bereichsmenü
Logo des Abgeordnetenhauses

Die Charité zwischen Ost und West - Zeitzeugenschaft versus Geschichtsschreibung (28.01.2009)

nach unten

Podiumsdiskussion im Festsaal des Abgeordnetenhauses auf Einladung der Charité und des Abgeordnetenhauses von Berlin am 30. Januar 2009

Aus Anlass des 300. Jubiläums der Charité im Jahr 2010 widmet sich ein als "Zeitzeugenprojekt" angelegtes Ausstellungsvorhaben seiner DDR-Geschichte.

Die Charité - in der DDR-Zeit medizinische Vorzeigeeinrichtung - war zugleich Arbeitsort für Tausende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Forschung, Lehre, Behandlung, Pflege, Versorgung und Verwaltung. Die Erinnerung an ihren Arbeitsalltag - verstanden als Austragungsebene unterschiedlichster gesellschaftspolitischer Ereignisse - ist Gegenstand des Interesses.

Die Podiumsdiskussion war als Auftaktveranstaltung zu diesem Zeitzeugenprojekt gedacht. Sie ging folgenden Fragen nach:

- Wie kann man inhaltlich und methodisch mit den vielfältigen individuellen Erinnerungen produktiv umgehen, so dass aus einem Spektrum oft widersprüchlichen Erlebens der Epoche der DDR- und 'Wende'-Geschichte ein komplexes, wirklichkeitsnahes Bild entsteht?

- Zu thematisieren ist die Rolle derjenigen, die aus der Charité heraus über die Geschichte ihrer Institution schreiben, genauso wie die Möglichkeiten und Grenzen der Interpretation von Zeitzeugeninterviews (oral history).

Zu diesen und weiteren grundsätzlichen Fragen wurden Expertinnen und Experten eingeladen, deren kritische Beiträge helfen sollten, die inhaltliche und methodische Zielsetzung des Ausstellungsprojektes zu schärfen.

An der Podiumsdiskussion nahmen teil:

Prof. Dr. Volker Hess, Direktor des Instituts für Geschichte der Medizin der Charité
Dr. Jochen Staadt, Projektleiter im Forschungsverbund SED-Staat der FU Berlin
Ulrike Poppe, Studienleiterin der Evangelischen Akademie zu Berlin
Prof. em. Dr. Ingrid Reisinger, Klinik für Nuklearmedizin der Charité
Prof. Dr. Alexander von Plato, Gründungsdirektor des Instituts für Geschichte und Biographie der Fernuniversität Hagen

Die Moderation übernahm: Prof. Dr. Thomas Schnalke, Direktor des Berliner Medizinhistorischen Museums der Charité

Die Veranstaltung wurde durch Parlamentspräsident Walter Momper am Freitag um 15.00 Uhr eröffnet.

Kontakt/Charité: Reiner Felsberg, Tel.: 450 570 535

nach oben

Auf dieser Website ist die Webstatistik Piwik datenschutzkonform installiert. | Mehr Infos & Datenschutz