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"Die grüne Insel mitten im Häusermeer gehört zur Lebensqualität !" (01.04.2003)

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"Wir brauchen mehr Grünanlagen, damit unsere Städte menschlich bleiben. Die grünen Oasen im Häusermeer gehören in Großstädten zur Lebensqualität". Das sagte der Präsident des Abgeordnetenhauses , Walter Momper, beim bundesweiten Startschuss für die Aktion "Klimaoase" der Deutschen Post und des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND).

Mit der neuen Initiative sollen in den kommenden Monaten Umweltprojekte gefördert werden, die mehr naturnahes Grün in die Städte bringen. Die Post stellt dafür 250 000 Euro zur Verfügung.

Parlamentspräsident Momper sagte vor Journalisten u.a. :

Als Repräsentant und Bewohner einer Großstadt begrüße und unterstütze ich - das wird niemanden hier überraschen! - das Projekt "Klimaoase". Es ist Beispiel sinnvollen Mäzenatentums oder - wie das heute heißt - Sponsoring. Das Projekt ist auch ein Ausdruck gesellschaftlichen Engagements: Eine private Initiative engagiert sich, wo der Staat in der gegenwärtigen Haushaltslage finanziell an seine Grenzen gestoßen ist. Zugleich ist das Projekt ein Bekenntnis zur Verantwortung für unsere Umwelt: Die Post steht dazu, dass sie als einer der größten Fuhrpark-Betreiber die Umwelt belastet. Sozusagen als "Ausgleich" trägt sie mit dem Projekt "Klimaoase" zu besserer Lebensqualität für Großstadtbewohner bei..

Der Startschuss des Projekts wird heute hier in der Großstadt Berlin gegeben.Berlin hat rund 2.500 öffentliche Grün- und Erholungsanlagen mit einer Gesamtfläche von 5.500 ha. Das ist beachtlich und löst bei Berlin-Besuchern immer wieder Überraschung aus. Aber: die Grünanlagen sind unter den Bezirken ungleich verteilt. Wie in anderen Großstädten auch, sind in Berlin die Innenstadtbezirke benachteiligt:Der Innenstadtbezirk Friedrichshain-Kreuzberg z. B. hat nur 306 ha öffentliche Grünflächen, der Innenstadtbezirk Mitte 895 ha. Aber z. B. der Außenbezirk Steglitz-Zehlendorf hat 1.170 ha Grünfläche, der Außenbezirk Treptow-Köpenick sogar 1.341 ha.Das Projekt "Klimaoase" ist also zu Recht den Innenstadtbezirken gewidmet.

Eine Großstadt braucht Urbanität und pulsierendes Leben, sie muss in ihrem Erscheinungsbild dynamisch sein, in ihrem Denken und Planen zukunftsorientiert.Aber sie muss menschlich bleiben und möglichst viel Lebensqualität bieten. Zur Lebensqualität einer Großstadt gehört nicht nur ein vielfältiges Informations- und Kulturangebot, sondern auch ein Angebot an Freizeitmöglichkeiten und grünen Oasen im Häusermeer. Der Großstadtmensch muss die Möglichkeit haben, seine "Oase", die Grünanlage, den Erholungspark auf kurzem Weg - ohne lange Anfahrt - zu erreichen: zum Durchatmen, zum Auftanken.

Kurz gesagt: Wir brauchen mehr Grünanlagen, damit unsere Großstädte menschlich bleiben.Das Projekt "Klimaoase" kann dazu ein wichtiger Beitrag werden.

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