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Ein Lied, das die Herzen traf (19.01.2004)

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Ein Lied, das die Herzen traf, weil es aus dem Herzen kam. Im Plenarsaal des Abgeordnetenhauses sang am Montagabend (19.1.) Marianne Rosenberg ihre Komposition "Trauriger Stolz" , ein Lied über millionenfaches Leid in der Vergangenheit, eine eindringliche Warnung vor neuem Rechtsextremismus. Alle, die genau zuhörten, waren erschüttert, denn sie sang auch über das Schicksal ihrer eigenen Familie. Marianne Rosenberg, wie nur wenige sie kennen.

Zuvor hatte ihre Schwester Petra Rosenberg, die Geschäftsführende Landesvorsitzende der Sinti und Roma Berlin-Brandenburg, aus dem Buch "Das Brennglas" ihres Vaters Otto Rosenberg gelesen, in dem er seine gesellschaftliche Ausgrenzung, seine Verfolgung und Verhaftung und seine Leiden im KZ Auschwitz schilderte. Große Betroffenheit im Plenarsaal.

In den eineinhalb Stunden davor hatten sich Berliner Schulklassen und Jugendgruppen in Szenen, Lesungen, Interviews und Musikdarbietungen mit der Zeit des Nationalsozialismus und mit neonazistischen Tendenzen der Gegenwart auseinandergesetzt. Die Veranstaltung war der Abschluss des Jugendprojekts "denk!MAL", zu dem der Präsident desAbgeordnetenhauses, Walter Momper, die Berliner Jugendlichen anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus (27.Januar) aufgerufen hatte.

Ziel der Veranstaltung war es, bei den Jugendlichen das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus wach zu halten und sie aufzufordern, gegen neonazistische Tendenzen einzutreten und sich für Demokratie und Toleranz zu engagieren.

An dem Projekt "denk!Mal" haben sich in diesem Jahr 40 Schulklassen und Jugendgruppen beteiligt, - mehr als im Vorjahr. Die Jugendlichen waren aufgerufen, sich für eine der drei Kategorien "machMAL" (Ausstellungen, Theater, Hörspiele), "schreibMAL" (Gedichte, Essays, Zeitungsartikel) oder "singMAL" (musikalische Ausdrucksformen) anzumelden. Teilnehmen konnten Jugendliche bis zum Alter von 21 Jahren. Ergebnisse des Jugendprojekts werden noch bis zum 27. Januar in einer Ausstellung im Abgeordnetenhaus (montags bis freitags 9 -18 Uhr) gezeigt.

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