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Erinnerung an Franz Neumann (16.08.2004)

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Gedenkveranstaltung von Abgeordnetenhaus und Senat im Plenarsaal

Mit einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung im Plenarsaal des Parlaments erinnerten heute (16.8.) Abgeordnetenhaus und Senat von Berlin an den Berliner Ehrenbürger Franz Neumann, dessen Geburtstag sich am 14. August zum 100. Mal jährte. Zu der Veranstaltung hatten Parlamentspräsident Walter Momper und der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit eingeladen.

In der Feierstunde würdigten der Regierende Bürgermeister und der Präsident des Abgeordnetenhauses in Ansprachen das Wirken von Franz Neumann. In einer umfangreichen Tondokumentation - von den Journalisten Dr. h. c. Manfred Rexin und Jürgen Vietig moderiert - , wurden Originalaufnahmen von Reden Franz Neumanns und Interviews mit ihm präsentiert.

Franz Neumann (1904 - 1974) war von 1946 bis 1960 Mitglied des Berliner Landesparlaments (zunächst der Stadtverordnetenversammlung von Groß-Berlin, anschließend des Abgeordnetenhauses von Berlin) und von 1949 bis 1969 Mitglied des Deutschen Bundestages. Von 1946 bis 1958 war er außerdem Vorsitzender der Berliner SPD.

Zu seinen besonderen Verdiensten um Berlin gehört es, dass er als SPD-Landesvorsitzender vehement Widerstand leistete gegen die Bemühungen der sowjetischen Besatzungsmacht und ihrer deutschen Helfer, KPD und SPD zu einer "Sozialistischen Einheitspartei" zusammenzuschließen. In einer turbulenten Versammlung von 2.000 Funktionären der SPD im Admiralspalast setzte Franz Neumann eine "Urabstimmung" aller Berliner SPD-Mitglieder über den geforderten Zusammenschluss der beiden Parteien durch. Die Urabstimmung konnte nur in den Westsektoren stattfinden.

Der Zusammenschluss von KPD und SPD zur SED wurde mit großer Mehrheit abgelehnt.

Franz Neumann schied 1969 aus der aktiven Politik aus und konzentrierte sich auf den Vorsitz der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Berlin. Am 20. Oktober 1971 verliehen ihm Abgeordnetenhaus und Senat die Würde eines Ehrenbürgers von Berlin.

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