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Feierliche Enthüllung des Ehrenbürgerportraits von Wolf Biermann (03.02.2010)

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Parlamentspräsident Walter Momper lud ein

Foto: Abgeordnetenhaus von Berlin

Enthüllung des Porträts des 115. Ehrenbürgers der Stadt Berlin, Wolf Biermann (r.)

Am Mittwoch, dem 10. Februar 2010, wurde um 17 Uhr im Festsaal des Abgeordnetenhauses das Portrait des 115. Ehrenbürgers der Stadt Wolf Biermann enthüllt. Neben dem Parlamentspräsidenten sprach der Maler des Bildes Ronald Paris. Wolf Biermann sang zwei ausgewählte Lieder.

Foto: Abgeordnetenhaus von Berlin

Ansprache des Malers Ronald Paris

Die Verleihung der Ehrenbürgerwürde wurde am 26. März 2007 im Berliner Rathaus vorgenommen.

Mit 17 Jahren siedelte Wolf Biermann 1953 von Hamburg nach Ostberlin über. Zwischen 1957 und 1959 arbeitete er als Regieassistent am Berliner Ensemble. 1960 lernte Biermann Hans Eisler kennen, der ihn maßgeblich prägte. Bis 1963 studierte er an der Humbodt-Universität Philosophie und Mathematik und begann Lieder und Gedichte zu schreiben.

1961 gründete er das Ostberliner Arbeiter- und Studententheater b.a.t. Er inszenierte sein eigenes Stück "Berliner Brautgang", eine Liebesgeschichte im mauergeteilten Berlin. Es wurde verboten. Biermann erhielt ein befristetes Auftrittsverbot. Er wurde Kandidat der SED, aber der Parteieintritt wurde ihm verwehrt. Er publizierte im Westen. 1969 erschien in Westberlin sein Album "Chausseestraße 131", benannt nach seinem Wohnort und dort auch aufgenommen. In der DDR wurde er ab Dezember 1965 mit einem totalen Auftritts- und Publikationsverbot belegt.

1976 wurde Biermann von der IG Metall zu einer Konzertreise in die Bundesrepublik eingeladen. Wegen DDR kritischer Äußerungen während des ersten Konzertes in der Kölner Sporthalle wurde Biermann die "grobe Verletzung staatsbürgerlicher Pflichten" vorgeworfen, die Ausbürgerung folgte. Im Westen setzte Biermann seine Karriere fort. Er kritisierte in seinen Liedern immer wieder die DDR, bekundete aber seine sozialistische Einstellung.

Im wiedervereinigten Deutschland erhielt Biermann zahlreiche Preise und Ehrungen, darunter das Große Bundesverdienstkreuz, das Biermann anlässlich seines 70. Geburtstages im Schloss Bellevue durch Bundespräsidenten Horst Köhler erhielt.

Mit der Verleihung der Ehrenbürgerwürde ehrt Berlin eine Künstlerpersönlichkeit, die sich als Autor, Dichter und Liedermacher während der Teilung unserer Stadt im Ostteil mutig und standhaft zu Freiheit und Demokratie bekannt hat.

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