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Gedenkworte zu den Anschlägen am 11. September 2001 auf das World Trade Center (11.09.2008 bis 28.09.2008)

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Gedenkworte des Präsidenten des Abgeordnetenhauses von Berlin Walter Momper am 11. September 2008 zu Beginn der Plenarsitzung zu den Anschlägen am 11. September 2001 auf das World Trade Center
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- Es gilt das gesprochene Wort -

Am 11. September 2001 – heute vor sieben Jahren – ereignete sich eine Tragödie von bis dahin undenkbaren Ausmaß. Tausende unschuldiger Menschen fielen einem grausamen Terroranschlag zum Opfer. Wir gedenken heute der Opfer, die unter den Trümmern des World Trade Centers ihr Leben verloren und der anderen Opfer der Anschläge an diesem Tag.

Dieser Terrorakt hat nicht nur die USA, sondern die ganze Welt verändert. Wenige Tage nach dem Anschlag auf Demokratie und Freiheit kamen über 200 000 Menschen vor dem Brandenburger Tor zusammen, um ihrer Solidarität mit den Vereinigten Staaten, aber auch ihrem Mitgefühl gegenüber den Opfern und ihren Angehörigen zum Ausdruck zu bringen. Dieser grausame Anschlag war ein Anschlag auf die gesamte zivilisierte Welt. Es war ein Anschlag auf die Werte und Überzeugungen, die uns Deutsche mit den freiheitlich und friedlich denkenden Menschen in aller Welt verbinden: Freiheit, Toleranz und Menschlichkeit.

Der globale Terrorismus stellt eine permanente Bedrohung dar. Dass die Terroristen diese Anschläge unbemerkt vorbereiten und durchführen konnten, hat die freiheitlich denkende Welt bis ins Mark erschüttert. Angesichts dieser Bedrohung sind viele Menschen bereit, Abstriche an ihren Freiheits- und Bürgerrechten zuzulassen. Die Angst der Bürgerinnen und Bürger vor dem Hass und der Verblendung islamischer und anderer Terroristen müssen wir ernst nehmen. Gerade der freiheitliche und demokratische Staat muss abwehrbereit sein und trotzdem die Bürgerrechte wahren.

Wenn wir heute zu Beginn unserer Sitzung kurz innehalten, um der Opfer des 11. September 2001 zu gedenken, dann bekräftigen wir gleichzeitig unseren festen Willen zur Wahrung des Friedens, zur Verteidigung unserer freiheitlichen Grundordnung und auch zum bewaffneten Kampf gegen den internationalen Terrorismus. Der Kampf gegen den Terrorismus heißt aber auch und vor allem Kampf gegen Hunger und Armut, Kampf für bessere Bildung und bessere Gesundheit für alle Menschen auf der ganzen Welt.

Ich bitte Sie nun, sich von den Plätzen zu erheben und mit mir gemeinsam der Opfer in einer Schweigeminute zu gedenken.

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