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Hinweis auf die AUSSCHREIBUNG FÜR DIE PREISVERGABE DER OBERMAYER GERMAN JEWISH HISTORY AWARDS – Aufruf für Nominierungen (08.09.2011 bis 23.09.2011)

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Einsendeschluss: 23. September 2011

Wir möchten gerne herzlich auf die Ausschreibung der Obermayer German Jewish History Awards der Obermayer-Foundation hinweisen: Die Obermayer German Jewish History Awards werden jedes Jahr an Personen vergeben, die ehrenamtlich herausragende Beiträge zur Dokumentation und zum Erhalt jüdischer Geschichte und Kultur, des jüdischen Erbes und/oder der Überreste lokaler deutscher Gemeinden geleistet haben. Die Auszeichnung, die im Jahr 2000 ins Leben gerufen wurde, wird im Abgeordnetenhaus von Berlin, dem Sitz des Berliner Landesparlaments, überreicht. Die Preisverleihung findet im Gedenken an die Befreiung von Auschwitz am 27. Januar 1945 statt - der Tag, der heute als Deutscher und Internationaler Holocaust-Gedenktag begangen wird. Diese Preise werden vergeben mit der freundlichen Unterstützung des German Jewish Community History Council der Obermayer Stiftung, des Präsidenten des Abgeordnetenhauses von Berlin und der German Jewish Special Interest Group of JewishGen, der führenden Organisation für jüdische Genealogie im Internet.

GRÜNDE FÜR DIE PREISVERGABE

In den letzten Jahrzehnten haben viele Einzelpersonen in Deutschland einen konstruktiven Weg zur Auseinandersetzung mit der schrecklichen Vergangenheit ihres Landes gefunden, indem sie sich für die Bewahrung und Ehrung des Gedenkens an die ehemaligen jüdischen Mitbürger in ihren Gemeinden engagieren.

Diese Menschen haben geholfen, das Bewusstsein für eine einstmals dynamische Kultur zu fördern, im Andenken an diejenigen, die im Holocaust gestorben sind, in Anerkennung der einflussreichen Beiträge, die die jüdische Kultur und jüdische Menschen für Deutschland geleistet haben, und in der Hoffnung, zerstörte Verbindungen wiederherzustellen.

In freiwilligem Engagement - und ohne irgendeine Gegenleistung zu erwarten - haben diese Personen unzählige Stunden ihrer Freizeit solchen Projekten gewidmet, und häufig finden ihre Bemühungen erst durch diesen Preis öffentliche Aufmerksamkeit und Anerkennung. Der German Jewish Community History Council ist der Ansicht, dass es von besonderer Bedeutung ist, wenn Jüdinnen und Juden aus aller Welt solche Arbeiten mit einer Auszeichnung anerkennen, würdigen und internationale Aufmerksamkeit erregen.

Die Profile der Preisträger früherer Jahre sind abrufbar unter http://www.obermayer.us/award. Sie können als Anhaltspunkte dienen, für welche Formen des Engagements die German Jewish History Awards bisher verliehen wurden. Die Jury ist jedoch auch stets an neuen Beiträgen interessiert, die sich von denen früherer Preisträger unterscheiden.

Ihre Beiträge bestehen aus selbst verfassten Büchern und Artikeln über lokale jüdische Geschichte, restaurierten Synagogen und Friedhöfen, aus durchgeführten Ausstellungen, aus Forschungen in Familiengeschichte und nach verlorenen Objekten, durch pädagogische Informationen mit Erstellung von Webseiten und bei besonderen Jugendprogrammen. Alle Preisträger haben sich unzählige Jahre nur ihrem einzelnen Projekt gewidmet, und viele haben dadurch multiple Projekte in ihrer Gemeinde oder Region angeregt.

Viele der nominierten Personen erhielten "Zertifikate der Anerkennung" für ihre außergewöhnlichen Arbeiten. Die Vorschlagenden waren in erster Linie Jüdinnen und Juden, die außerhalb Deutschlands leben, aber überraschenderweise wurde die erste Gruppe von Preisträgern von Überlebenden des Holocaust nominiert. Ein ausführlicherer Bericht über die Preisvergabe der zurückliegenden Jahre und den Festakt befindet sich auf der Webseite im Internet unter http://www.obermayer.us/award.

KRITERIEN FÜR EINE AUSZEICHNUNG

Preise werden an Bürger Deutschlands - die nicht mosaischen Glaubens sind - verliehen, die das Bewusstsein für ehemaliges jüdisches Leben in ihrer eigenen Gemeinde oder Region fördern. Frühere Preisträger können nicht mehr vorgeschlagen werden, aber die Personen, die mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet wurden, können Preisträger 2011 werden.

Die Arbeit wird im Hinblick auf ihre Bedeutung für den Fortbestand jüdischen Lebens, ihre Bedeutung für Bildung und Ausbildung, ihre Zugänglichkeit für die Öffentlichkeit, ihren andauernden Wert und die Verbesserung der Kommunikation zwischen Jüdinnen/Juden und deutschen Nichtjüdinnen/ Nichtjuden bewertet. Die Arbeit darf nicht Teil der regulären, d.h. bezahlten, Arbeit sein, und sie soll nicht Teil eines akademischen Studiums sein, darf aber mit dem Beruf der/des Nominierten in Zusammenhang stehen, sofern die Beiträge weit über das hinausgehen, was im Rahmen der normalen Arbeit von einem erwartet wird.

Die Art der bisherigen Arbeiten kann als Richtlinie genutzt werden, aber andere Arten von einzigartigen Beiträgen sind willkommen.

VORSCHLAGSVERFAHREN

Es wird angenommen, dass die Kandidaten in erster Linie von dankbaren Juden aus aller Welt vorgeschlagen werden, die bestimmte Deutsche für ihre außergewöhnliche Arbeit ehren möchten. Angaben, die in der Nominierung nicht ausreichend begründet sind, können auf Anforderung des Vorschlagenden oder der Jury durch den Vorgeschlagenen ergänzt werden.

Die Nominierung soll maximal 1000 Worte umfassen und muss bis zum 23. September 20110 eingegangen sein.

Die Nominierung sollte eine kurze Biographie der vorgeschlagenen Person und eine Beschreibung der Aktivitäten, in der die folgenden Punkte angesprochen werden, enthalten:

1) Inhalt und Form der Arbeit, z. B. schriftliches Dokument, Ausstellung, etc.
2) Was war das beabsichtigte Ziel, die Zielgruppe und Botschaft?
3) Worin bestand die Motivation für diese Unternehmung?
4) Durch wen oder welchen Umstand erhielt der Vorschlagende Kenntnis von der Arbeit?
5) Handelt es sich um eine fortlaufende Arbeit, oder wann wurde sie begonnen, wann beendet?
6) Wie wurde die Arbeit ausgeführt (z. B. in Zusammenarbeit mit anderen Personen, wurden Archive oder andere Stellen/Quellen benutzt)?
7) Wie gelangte die Arbeit an die Öffentlichkeit und wie wurde sie aufgenommen (evtl. auf Presse und Medienberichte hinweisen)?
8) Kann die Arbeit von anderen, z. B. in Archiven, im Unterricht, in Bibliotheken verwendet werden?
9) Gab es besondere Schwierigkeiten bei der Ausführung der Arbeit?
10) Anhaltende Wirkung der Arbeit?
11) Vollständige Kontaktadresse für Sie und die von Ihnen nominierte Person (Name, Adresse, Telefonnummer sowie Email und/oder Fax, falls vorhanden)

Der Bewerbung sollten Referenzen von zwei weiteren Personen, die mit der Arbeit des Kandidaten/der Kandidatin vertraut sind, beigefügt werden. Benutzen Sie die obigen Diskussionspunkte als Leitfaden, denn das ist die Grundlage, auf der die Jury über die Gewinner erkennen entscheiden wird. Die Jury wird möglicherweise in der Endausscheidung des Auswahlverfahrens an diese Personen kontaktieren.

Sie können einzelne Kopien von Endprodukten (z.B. Buch, Artikel, Video, CD-ROM) oder Fotos von Exponaten, Rekonstruktionen oder Renovierungen einreichen. Damit wir genügend Zeit für eine gründliche Bewertung haben, bitten wir Sie, uns Ihr Material bis zum 9. September 2011 einzureichen. Dieses Material wird normalerweise nicht zurückgegeben, sondern bleibt Eigentum des Archivs und der Bibliothek des Leo Baeck Institute. Sollten sich bereits Veröffentlichungen des Kandidaten in den Sammlungen des Leo Baeck Institute befinden, überprüfen Sie dies bitte anhand des Online-Katalogs des Instituts. In diesem Fall teilen Sie uns in Ihrer Bewerbung mit, dass das Material zur Bewertung vorliegt (mit Telefonnummer).

DIE JURY

Das German Jewish Community History Council Board und die Juroren/Preisrichter setzt sich aus hochgeachteten Persönlichkeiten zusammen, die Erfahrungen aus erster Hand und Kenntnis von den verschiedenen Beiträgen haben, die deutsche Bürger geleistet haben. Zu den Jury-Mitgliedern zählen: Karen Franklin (New York), Ernest Kallmann (Paris), Werner Loval (Jerusalem), Walter Momper (Berlin), Sara Nachama (Berlin) und Arthur Obermayer (Boston). Ihre Biographien befinden sich auf der oben angegebenen Web-Seite.

ENACHRICHTIGUNG DER KANDIDATEN

Die Kandidaten, die die Endrunde erreicht haben, werden benachrichtigt, und weitere Informationen könnten angefordert werden.

Die Preisträger werden im November 2011 benachrichtigt. Nach der Preisverleihung werden Ehrenurkunden an weitere preiswürdige Kandidaten in Anerkennung ihrer Leistungen verschickt.

PREISVERLEIHUNG

Die Preisverleihung findet in Berlin im Abgeordnetenhaus, dem Sitz des Berliner Parlaments, im Rahmen eines Festakts statt. Während dieser Feierstunde erhalten die Preisträger/-innen die Gelegenheit, den Gästen der Veranstaltung kurz Ihre Projekte vorzustellen. Ihnen wird eine gerahmte Ehrenurkunde und ein Geldbetrag zur weiteren Unterstützung ihrer Projekte überreicht. Reise- und Hotelkosten für die Preisträger und ihre Lebensgefährt/-innen werden übernommen. Außerdem werden Ehrengäste aus dem öffentlichen und politischen Leben anwesend sein. Weiterhin werden die Preisträger/-innen Gelegenheit haben, ihre Arbeiten den Medien vorstellen zu können. Zusätzlich zu der Preisverleihung und dem Festakt in Berlin werden einzelne Gemeinden aufgefordert, eigene Veranstaltungen zu organisieren, um die Preisträger/-innen zu ehren. Die Preisverleihung findet auch in Presse und Medien breite Resonanz, sowohl in den Gemeinden der Preisträger als auch in ganz Deutschland und aller Welt (siehe http://www.obermayer.us/award/news.htm).

KONTAKT

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte unsere Homepage http://www.obermayer.us/award. Alle Einsendungen und Anfragen sollten vorzugsweise per E-Mail an die Adresse germanaward@hotmail.com gesendet werden. Alternativ dazu können Sie sich auch schriftlich an die erste unten angegebene Postadresse wenden. Alle Endprodukte sind ebenfalls an die erste angegebene Adresse zu schicken.

Obermayer Foundation
239 Chestnut Street
West Newton, MA. 02465 USA

Fragen in deutscher Sprache können Sie an folgende Adresse richten:

Frau Stefanie Pruschansky
Leiterin des Referats Protokoll
Abgeordnetenhaus von Berlin
D-10111 Berlin-Mitte, Deutschland
Telefon: 030 / 2325 – 0

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