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Hunderte von Jugendlichen erlebten denk!mal 2011 (12.01.2011)

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Über zwei Stunden waren Hunderte von Kindern und Jugendlichen gebannt von den ganz unterschiedlichen und ergreifenden Darbietungen, die das Programm an diesem besonderen Abend gestaltet hatten. Uneingeschränkter Mittelpunkt: das Zeitzeugengespräch.

Das diesjährige Projekt stand unter dem Motto: „ Weil Menschen Spuren hinterlassen...“.

Anlässlich des Gedenktags für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2011 bot das Abgeordnetenhaus von Berlin wieder Schülerinnen, Schülern und Jugendgruppen eine Plattform, Projekte und Arbeiten, die sich mit dem Nationalsozialismus und neonazistischen Tendenzen auseinander setzten, bei einer Veranstaltung im Plenarsaal am 17. Januar 2011 und einer zur Zeit laufenden einwöchigen Ausstellung im Casino des Abgeordnetenhauses vom 17. Januar bis 23. Januar 2011 vorzustellen.

Foto: Photoacademy Urbschat, Sina Uhlenbrock

Gespräch mit dem Zeitzeugen Roger Bordage Foto: Sina Uhlenbrock

Auch diesmal gelang es dem Projektteam, einen Zeitzeugen zu bitten, der das Jugendforum unterstützt:
Roger Bordage wurde schon verhaftet, bevor er mit seinem Widerstandskampf gegen die Nationalsozialisten beginnen konnte. In Frankreich geboren und verhaftet, wurde er im Mai 1943 in das KZ Sachsenhausen gebracht. Auf seinem Todesmarsch in Richtung Schwerin wurde er 1945 befreit. Heute ist Roger Bordage Präsident beim Internationalen Sachsenhausen Komitee.

Alle 47 beim Präsidenten eingereichten Initiativen und Projekte zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus oder gegen aktuelle Formen von Rassismus und Ausgrenzung erhielten eine von Sponsoren bereitgestellte Anerkennung für ihr Engagement.

Foto: Photoacademy Urbschat, Sina Uhlenbrock

Tanzperformance Foto: Sina Uhlenbrock

Präsident Walter Momper: „Ich freue mich, dass „denk!mal“ auf immer mehr Resonanz bei den jungen Berlinerinnen und Berliner stößt. Hunderte von Jugendlichen haben im Januar 2011 an einer eindrücklichen Abschlussveranstaltung ihre Projekte vorgestellt. Engagement, Kreativität und viel, viel Arbeit der einzelnen Teams haben diese Präsentationen möglich gemacht. Kriterien, die sich nur schwer „benoten“ lassen. Deshalb geht es bei „denk!mal“ nicht darum, besser zu sein als andere – wichtig ist das Mitmachen.“

Die Wahlberlinerin Andrea Ballschuh beschreibt ihre Motivation, sich hier ehrenamtlich einzubringen, wie folgt:
„Die Vergangenheit ist ein großer Lehrmeister und die Jahre vergehen. Wir sagen : „Nie mehr!“ und „Vergesst nicht!“ Die Gestaltung der Zukunft liegt in unserer Hand, mit dem Wunsch nach Akzeptanz, Toleranz und Vergebung...“

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