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Jugendforum denk!mal 2009 jetzt mit eigener Homepage www.denkmal-berlin.de (27.11.2008)

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Anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2009 bietet das Abgeordnetenhaus von Berlin auch in diesem Jahre Schülerinnen, Schülern und Jugendgruppen die Möglichkeit, Projekte und Arbeiten, die sich mit dem Nationalsozialismus und neonazistischen Tendenzen auseinander setzen, bei einer Veranstaltung im Plenarsaal am 19. Januar 2009 und einer einwöchigen Ausstellung im Casino des Abgeordnetenhauses vom 19. Januar bis 23. Januar 2009 vorzustellen.

Parlamentspräsident Walter Momper hat aus diesem Grund alle Schulen in Berlin angeschrieben und eingeladen, ihre Arbeiten, ob als Theaterstück, als Gedicht, in musikalischer Form oder als Collage oder Tuschezeichnungen einzureichen.

Aufruf des Präsidenten:

Euer Engagement ist gefragt!

Macht mit beim Jugendprojekt „denk!mal“! Ich lade junge Menschen bis 21 ein, sich an diesem Projekt des Abgeordnetenhauses von Berlin zu beteiligen, das die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus wach halten will.

1996 hat der damalige Bundespräsident Roman Herzog den 27. Januar zum Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus erklärt. Am 27. Januar 1945 hatte die Rote Armee das Vernichtungslager Auschwitz befreit, wo in den Jahren zuvor Millionen von Menschen von den Nazis umgebracht worden waren. Seitdem steht Auschwitz als Symbol für die Verbrechen der Nazidiktatur.

Seit sieben Jahren begeht das Berliner Parlament diesen Gedenktag auf eigene Weise: Mein Haus lädt junge Berlinerinnen und Berliner ein, in individuellen Projekten neue Formen des Gedenkens zu entwickeln; sei es, dass sie sich mit der Aufarbeitung der Nazi-Verbrechen beschäftigen oder sich mit Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus auseinandersetzen.

Das Gedenken an die Zeit des Nationalsozialismus darf sich nicht in wiederkehrenden Ritualen erschöpfen. Nur wenn die Formen des Gedenkens die Menschen von heute erreichen, kann Erinnerung lebendig bleiben. Deshalb setze ich meine Hoffnungen auf Euch, auf die junge Generation: Ihr seid das Bindeglied zwischen Vergangenheit und Zukunft und tragt damit eine besondere Verantwortung: Nur wenn auch bei den kommenden Generationen die Erinnerung an die Gräuel des nationalsozialistischen Terrorregimes wach gehalten wird, kann man dem Vergessen, dem Verdrängen oder dem einfach nur Wegsehen erfolgreich entgegen treten.

Denn leider ist Rechtsextremismus nicht nur ein historisches Phänomen. Die ewig Gestrigen sind wieder unter uns, Tendenzen zu Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit unübersehbar. Manchmal nur unterschwellig, oft genug in Form von roher Gewalt. Manche von Euch werden auf die eine oder andere Weise bereits mit Rechtsextremismus in Berührung gekommen sein.

Das Projekt „denk!mal“ will wörtlich verstanden werden. Eure Beiträge sollen zum Denken auffordern, sollen begreiflich machen, dass es sich in einer offenen, toleranten Gesellschaft so viel besser lebt. „denk!mal“ verbindet Denken mit Machen. Unter dem Schlagwort Mach!mal könnt Ihr Eure Ideen zu diesem Thema greif-, sicht- und hörbar umsetzen und in den verschiedensten Formen präsentieren. Die Projekte können in besonderer Weise die Schicksale verfolgter Einzelpersonen, Familien oder Gruppen erzählen, die Zivilcourage und den Widerstand von mutigen Bürgerinnen und Bürgern gegen das Nazi-Regime dokumentieren oder die Geschichte und Bedeutung historischer Orte und Gebäude in Berlin darstellen. Auch für Aktivitäten und Aktionen von Schulklassen, Jugendgruppen oder einzelnen Jugendlichen gegen aktuelle Erscheinungsformen von Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus ist „denk!mal“ der richtige Rahmen.

Ich freue mich, dass „denk!mal“ auf immer mehr Resonanz bei den jungen Berlinerinnen und Berlinern stößt. Hunderte von Jugendlichen haben im Januar 2008 an einer eindrücklichen Abschlussveranstaltung ihre Projekte vorgestellt. Engagement, Kreativität und viel, viel Arbeit der einzelnen Teams haben diese Präsentation möglich gemacht. Kriterien, die sich nur schwer „benoten“ lassen. Deshalb geht es bei „denk!mal“ nicht darum, besser zu sein als andere – wichtig ist das Mitmachen. Und deshalb wird auch jedes Projekt mit einem Preis gewürdigt.

Ich hoffe, dass wieder zahlreiche junge Menschen bei „denk!mal“ 2009 mitmachen werden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind eingeladen, ihre Arbeiten am 19. Januar 2009 im Rahmen der Abschlussveranstaltung und einer damit verbundenen Ausstellung im Abgeordnetenhaus von Berlin vorzustellen.

Walter Momper
Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin

Anmeldungen zum Jugendprojekt „denk!mal“ werden bis Montag, dem 15. Dezember 2008 entgegen genommen.

Abgeordnetenhaus von Berlin
Referat Öffentlichkeitsarbeit
Projektbüro denk!mal'09
Niederkirchnerstraße 5
10111 Berlin
Tel.: (030) 23 25 1061, -2010, -2012
Fax: (030) 23 25 2018
E-Mail: mail@denkmal-berlin.de

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