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Jutta Limbach mit Louise-Schroeder-Medaille geehrt (17.03.2005)

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Mit der Louise-Schroeder-Medaille ist am Donnerstag (17.3.) die frühere Berliner Justizsenatorin und ehemalige Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts, Prof. Dr. Jutta Limbach, ausgezeichnet worden. Der Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin, Walter Momper, überreichte ihr die Medaille in einer Feierstunde im Festsaal des Parlaments.

Präsident Momper erinnerte an das Wirken Louise Schroeders und ihr Eintreten für die Gleichstellung von Männern und Frauen. Er wies darauf hin, dass die Gleichstellung auch heute noch nicht erreicht ist. Im Sinne Louise Schroeders habe sich auch Jutta Limbach immer für die Rechte der Frauen eingesetzt.

Eine brillante Laudatio auf die Preisträgerin hielt die Journalistin und Fernsehmoderatorin Anne Will. Sie erhielt dafür von den Gästen - unter ihnen Ehrenbürger Egon Bahr und der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit - minutenlangen stürmischen Beifall.

Jutta Limbach selbst schilderte mit Zitaten aus Reichstagsprotokollen und anderen Dokumenten, wie schwer sich seinerzeit die männlichen Abgeordneten an die Zusammenarbeit mit den Parlamentarierinnen gewöhnten.

Das Präsidium des Abgeordnetenhauses hatte im März einstimmig beschlossen, die über die Parteigrenzen hinweg hoch geachtete Hochschullehrerin, Juristin und Politikerin zu ehren.

Der Name von Louise Schroeder ist verbunden mit dem Einsatz für Demokratie, für die Teilhabe von Frauen an der Politik und für das Engagement gegen Ungerechtigkeit und Machtmissbrauch. Louise Schroeder (2.4.1887 bis 4.6.1957) war seit 1920 Parlamentarierin und von Mai 1947 bis Dezember 1948 Oberbürgermeisterin von Berlin. Sie hat sich bleibende Verdienste um die Stadt erworben und mit ihrer couragierten Amtsführung zur Linderung der großen Not im Nachkriegs-Berlin beigetragen. Louise Schroeder hat sich zeitlebens durch unermüdliches soziales Engagement und durch das Eintreten für die Gleichstellung von Männern und Frauen ausgezeichnet.

Die bisherigen Preisträgerinnen der Medaille, die in früheren Jahren durch den Regierenden Bürgermeister und seit 2003 durch den Präsidenten des Abgeordnetenhauses verliehen wird, waren: Prof. Carola Stern, Dr. Hanna-Renate Laurien, der Verein "süd-ost Europa Kultur e.V.", Daniela Dahn, Dr. Ella Barowsky und die Redaktion "Zeitpunkte" des Rundfunks Berlin Brandenburg (rbb).

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