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Mauern lösen keine Probleme (11.08.2008 bis 14.08.2008)

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Erklärung des Präsidenten des Abgeordnetenhauses von Berlin Walter Momper zum
47. Jahrestag des Mauerbaus:

„Der Mauerbau, der am 13. August 1961 unsere Stadt brutal in zwei Hälften teilte und Menschen auf Jahrzehnte voneinander trennte, war der tiefste Einschnitt der Berliner Nachkriegsgeschichte. Wir gedenken heute der Opfer der Berliner Mauer und der innerdeutschen Grenze. Diese Menschen haben bei ihren Fluchtversuchen unglaublichen Mut bewiesen, weil sie in Freiheit leben wollten.

Mit der Berliner Mauer, verharmlosend „antifaschistischer Schutzwall“ genannt, hat sich das DDR-Regime ein Monument seiner eigenen Hilflosigkeit erbaut. Mit der Mauer sollte die stetig zunehmende Fluchtwelle aus der DDR in den Westen gestoppt werden. Hätte sich die SED-Führung ehrlich mit den vorhandenen Problemen auseinandergesetzt, hätte die Geschichte unseres Landes einen anderen Verlauf genommen. Vielen Menschen wäre großes Leid erspart geblieben.

Ewiggestrige versuchen auch heute noch, fast 20 Jahre nach dem Fall der Mauer, die Haltung und die Taten der damals Verantwortlichen zu rechtfertigen. Doch ist es ein elementares Menschenrecht, selbst zu bestimmen, wo man leben will. Deshalb soll uns das Gedenken an die Opfer der Mauer mahnen, mit Engagement und Zivilcourage Werte wie Freiheit und Demokratie zu verteidigen.

Es ist ein gutes Zeichen für die Dynamik unserer Stadt, dass sich Besucherinnen und Besucher das geteilte Berlin gar nicht mehr vorstellen können. Dennoch brauchen wir Orte des Gedenkens, um die Erinnerung an die Teilung unserer Stadt, an Unfreiheit und Unterdrückung wachzuhalten.“

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