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PARLAMENTSPRÄSIDENT RALF WIELAND ZUM JAHRESTAG DES MAUERBAUS AM 13. AUGUST (10.08.2012)

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„Der Mauerbau war der Anfang vom Ende der DDR“

Auf den Tag genau 51 Jahre sind vergangen, seit am 13. August 1961 das SED-Regime quer durch Berlin eine Mauer bauen ließ. Damit sollte die DDR angeblich vor dem „Imperialismus“ des Westens geschützt werden. In Wahrheit war der Mauerbau aber eine Reaktion auf die nicht endende Flüchtlingswelle aus der DDR. Über Berlin suchten die Flüchtlinge den Weg in den Westen.

Der Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin Ralf Wieland spricht sich dafür aus, den Tag des Mauerbaus nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, sondern ihn als Tag der Erinnerung zu bewahren. Weiter erklärt der Präsident:

„In vielerlei Hinsicht muss der 13. August 1961 in unserer Erinnerung bleiben. Da war zum einen der ‚Kalte Krieg’ in Form von zwei starren, hochgerüsteten Blöcken, die unversöhnlich gegeneinander standen. Mittel- und Osteuropa waren unfrei. Deutschland war de facto geteilt im Zentrum des europäischen Kontinents. Und mitten durch Berlin ging nun eine Mauer als drastisches Symbol der kommunistischen Zwangsherrschaft und zugleich als Fanal der deutschen Teilung. Wir müssen aber auch an die unzähligen Opfer denken. Vielen Frauen, Männern und Kindern wurde unsägliches Leid zugefügt, sowohl an der Mauer selbst als auch durch etliche sogenannte Staatorgane der DDR. Seelische und körperliche Qualen wurden bewusst erzeugt - von der Tötung schon gestellter Flüchtender bis zur psychischen Zermürbung und gezielten Zerstörung menschlicher, auch innerfamiliärer Beziehungen. Das gewollte Blutvergießen gehörte zum Alltag an dieser Mauer, von Anfang an bis in das Jahr 1989. Mindestens 136 Tote beklagten wir – niemand kennt die genaue Zahl. Zum Glück war der Freiheitswille der Menschen in der einstigen DDR stärker als die hochgerüstete Mauer. Die Lehre aus dieser Geschichte ist eindeutig: Die Freiheit findet immer eine Gasse – früher oder später. Das haben die Menschen unter Beweis gestellt, die 1989 überall in der DDR auf den Straßen friedlich demonstriert haben und damit die Mauer ‚schleiften’.

Abschließend gibt es noch eine weitere geschichtliche Erkenntnis: Der Mauerbau von 1961 war der Anfang vom Ende der DDR. Das wissen wir heute und leben friedlich geeint in einem Land. Die Opfer des DDR-Unrechtstaates werden dadurch nicht wieder lebendig oder vollständig geheilt. Unser Gedenken an sie bleibt jedoch unsere Verpflichtung.“

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