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PRÄSIDENT RALF WIELAND RUFT JUGENDLICHE ZUR TEILNAHME AUF (18.09.2012 bis 17.12.2012)

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Jugendforum denk!mal '13 startet

Eine neue Studie der FU Berlin zeigt: Das zeithistorische Wissen bei Jugendlichen ist erschreckend lückenhaft. Immer mehr junge Menschen kennen nicht den Unterschied zwischen Diktatur und Demokratie. Das heißt nicht, dass unter Jugendlichen freiheitliche Werte nicht geschätzt werden. In Freiheit möchte nahezu jeder leben. Doch dass die Freiheit sich nicht von selbst ergibt, sondern immer wieder infrage gestellt, ja sogar bekämpft wird, dieser Zusammenhang ist vielen jungen Menschen nicht bewusst, so die Autoren der Studie.

Umso mehr sieht sich das Berliner Parlament bestätigt, das Jugendforum denk!mal auszurichten. Seit nunmehr elf Jahren veranstaltet das Abgeordnetenhaus von Berlin dieses Forum als seinen Beitrag zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz von der Roten Armee befreit.

Parlamentspräsident Ralf Wieland wünscht sich wieder eine rege Teilnahme am Jugendforum denk!mal: „Gerade die jüngste Geschichte ist ein Lehrbeispiel dafür, dass Demokratie keine Selbstverständlichkeit ist. Der Nationalsozialismus als Gewaltherrschaft nach innen wie außen hat sämtliche Freiheitsrechte einer modernen Gesellschaft pervertiert. All das gipfelte in einer beispiellosen Jagd und Tötung auf Andersdenkende, auf Menschen anderen Glaubens, anderer politischer Überzeugungen und auf Menschen angeblich anderer ’rassischer’ Herkunft. Eine unvorstellbare Blutspur entstand im deutschen Namen, vor allem auf dem europäischen Kontinent. Auch wenn die nationalsozialistische Epoche Geschichte ist – wir sollten uns als Demokraten nicht in Sicherheit wiegen. Die Terrorgruppe NSU hat unter Beweis gestellt, dass die Neonazis gefährlich sind und Mord als politisches Instrument bewusst einsetzen. Darin besteht leider kein Unterschied zu früher. Insofern sehe ich in unserem Jugendforum eine notwendige Veranstaltung, um die jungen Leute für die soziale und politische Gegenwart zu sensibilisieren und zur historischen Erinnerungsarbeit anzuregen. Nur wer die Geschichte kennt, kann glaubhaft Position beziehen.“

Wie in jedem Jahr müssen sich die Teilnehmer mit ihren Projekten zum „Jugendforum denk!mal“ anmelden. Bis zum 17. Dezember 2012 nimmt das Abgeordnetenhaus die Bewerbungen per Post oder E-mail entgegen: Projektbüro denk!mal ’13, Niederkirchnerstr. 5, 10111 Berlin, E-mail: denkmal@parlament-berlin.de. Teilnehmen können Jugendliche, Schulklassen und Jugendgruppen aus Berlin bis zum Alter von 25 Jahren. Weitere Infos gibt es im Web unter: www.denkmal-berlin.de.

Vom 21. bis 28. Januar 2013 werden alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer Ihre Arbeiten im Rahmen einer Ausstellung vorstellen. Für Aufführungen bildet die Abschlussveranstaltung im Plenarsaal des Abgeordnetenhauses am 23. Januar den Rahmen.

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