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Parlamentspräsident Walter Momper zum Tod von Bernhard Heisig (10.06.2011)

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Zum Tod des Malers und Grafikers Bernhard Heisig, der im Alter von 86 Jahren verstorben ist, erklärte der Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin, Walter Momper:

„Die Nachricht vom Tode von Bernhard Heisig habe ich mit Betroffenheit zur Kenntnis genommen. In seiner jahrzehntelangen künstlerischen Arbeit hat er sich mit großer Leidenschaft und Beharrlichkeit für eine Bildkunst eingesetzt, die sich mit Hilfe der Geschichte sowohl zu den Problemen der Zeit äußert, als auch den Schattenseiten des Lebens stellt. Zu seinen wichtigsten Werken gehörten Zeichnungen und Historiengemälde u. a zur Revolution von 1848 sowie bedeutende Porträts in expressiver Formensprache. Ebenso bemerkenswert war seine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus, mit der er auch versuchte, seine persönlichen Erlebnisse und Erfahrungen in dieser Zeit zu bewältigen. Heisig zählte zu den bedeutendsten zeitgenössischen Malern und Grafikern der DDR, der sich zwar nicht gegen die Vereinnahmung seiner Person durch die SED-Führung wehrte, der aber konsequent den Umbruch in der DDR nach der Wende 1989 mittrug. Unvergessen ist die große Retrospektive, die anlässlich seines 65. Geburtstages im Jahre 1989/1990 im Martin-Gropius-Bau gezeigt wurde. Mit dem Tod von Bernhard Heisig verliert Deutschland eine bedeutende künstlerische Persönlichkeit."

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