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Parlamentspräsident Walter Momper zum Tod von Kadinal Sterzinsky: (30.06.2011 bis 14.07.2011)

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Zum Tod des Berliner Erzbischofs Georg Kardinal Sterzinsky, der am Morgen des 30. Juni 2011 im Alter von 75 Jahren verstorben ist, erklärt der Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin Walter Momper:

„Mit Betroffenheit habe ich die Nachricht vom Tode von Kardinal Sterzinsky vernommen. Sein Wirken als Berliner Bischof nach dem Fall der Mauer hat zum Zusammenwachsen unserer Stadt beigetragen. Während und nach der Wende wollte Kardinal Sterzinsky, dass die Menschen und die Kirche behutsam an die Veränderungen in Deutschland und im wiedervereinigten Berlin herangeführt werden. Bei der Aufarbeitung der Rolle der katholischen Kirche in der DDR-Diktatur ging Kardinal Sterzinsky differenziert und einfühlsam vor.

In die Geschichte Berlins hat sich Kardinal Sterzinsky nicht nur als erster Erzbischof der Stadt eingeschrieben, sondern auch als engagierter Streiter für jene, die am Rande der Gesellschaft stehen. Seine klare und unnachgiebige Haltung beim Eintreten für Asylsuchende hat mich beeindruckt. Die Einsetzung einer eigenen Ausländerbeauftragten in seiner Diözese war dafür nur das äußere, institutionelle Zeichen.

Kardinal Sterzinsky hatte eine offene und unverstellte Art, die uns Berlinerinnen und Berliner wissen ließ, woran wir bei ihm waren. Seine Einmischungen in öffentliche Debatten ließen uns nachdenklich werden, wie beispielsweise seine Kritik an der Konsumorientierung der Gesellschaft. Mit dem Tod von Georg Kardinal Sterzinsky verliert Berlin eine klare und eindringliche Stimme und einen herzenswarmen Seelsorger.“

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