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Parlamentsvizepräsidentin Michels (21.02.2004)

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Auf die Bedeutung der Religionen in der internationalen Politik hat die Vizepräsidentin des Abgeordnetenhauses, Martina Michels, am Sonnabend (21.2.) in der Abschlussveranstaltung der mehrtägigen Europäischen Studentenkonferenz hingewiesen, die in der vergangenen Woche in Berlin stattfand. Auf Einladung der "Heinz-Schwarzkopf-Stiftung" diskutierten 80 Studenten aus mehreren Ländern Europas - von Aserbaidschan bis Zypern - über das Thema "Religionen in Europa".

Parlamentsvizepräsidentin Michels sagte, es sei von besonderer Bedeutung, dass sich gerade die junge Generation mit Europa beschäftige, denn sie werde schon bald in der Europäischen Union politische Verantwortung tragen. Europa sei die Zukunft der jungen Menschen. Die Rolle der Religionen werde weithin unterschätzt. Der Blick auf Vergangenheit und Gegenwart zeige jedoch, dass die Religionen - ob man dies wolle oder nicht - immer auch wesentliche Faktoren der Politik gewesen seien. Wer politische Entwicklungen und die Zukunft realistisch einschätzen wolle, müsse dabei auch die Religionen berücksichtigen. So habe die Religionsfrage - insbesondere der Gottesbegriff - auch bei den Beratungen des Europäischen Verfassungskonvents eine Rolle gespielt.

Die Vizepräsidentin des Abgeordnetenhauses hob gleichzeitig hervor, der Integrationsprozess in Europa werde nur erfolgreich sein, wenn die Wahrung der Grundrechte für alle Mitgliedstaaten der EU verbindlich sei. "Freiheit, Demokratie und Beachtung der Menschenrechte sind die Grundlage und Bedingung dafür, dass die Europäische Union auch über religiöse Unterschiede hinweg Bestand haben kann", sagte sie.

In der Europäischen Studentenkonferenz ging es um die Berührungspunkte von Religion, europäischer Gesellschaft und europäischer Politik. In Arbeitsgruppen wurden u.a. Thesenpapiere zur Trennung von Kirche und Staat, zu den Herausforderungen und Chancen einer multikulturellen Gesellschaft, zur geplanten Verfassung für Europa und zur EU-Erweiterung erarbeitet. Über die Thesen der Arbeitsgruppen wurde dann in der Abschlussveranstaltung am Sonnabend im Abgeordnetenhaus diskutiert. Der Kongress wurde von der Europäischen Kommission, dem Auswärtigen Amt, der Hertie Stiftung, der Haniel Stiftung, der Robert Bosch Stiftung, der Bundeszentrale für politische Bildung, der Deutschen Jugendpresse und dem Bündnis für Demokratie und Toleranz unterstützt.

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