1. zur Suche
  2. zur Hauptnavigation
  3. zum Inhalt
  4. zum Bereichsmenü
Logo des Abgeordnetenhauses

Schüler schickte eine E-Mail (18.11.2004)

nach unten

Walter Momper zu Gast in der Jules-Verne-Oberschule

Die E-Mail an Walter Momper kam aus Marzahn-Hellersdorf: Stefan, Schüler der Jules-Verne-Oberschule in der Wernerstraße 48 (Kaulsdorf), lud kurzerhand den Präsidenten des Abgeordnetenhauses zu einer Diskussionsveranstaltung ein. Termin und Thema könnten vereinbart werden. Name der Veranstaltung: "Forum Jules-Verne-Oberschule".

Parlamentspräsident Walter Momper sagte spontan zu. Das war im August 2004. Jetzt kam der Termin zustande - selbstverständlich unter Beteiligung des Schulleiters Robert Giese: Am Donnerstag (18. 11.) diskutierte Walter Momper mit den Schülerinnen und Schülern über das Thema "Baustelle Berlin - wer packt wo an?".

Die Jules-Verne-Oberschule, an der Grenze zwischen dem Siedlungsgebiet Mahlsdorf-Kaulsdorf und den Plattenbauten Hellersdorfs gelegen, war die erste Reformschule der Wendezeit in Ost-Berlin und der DDR. Die Direktorin wurde abgesetzt, ein Mitstreiter des Neuen Forums zum Schulleiter gewählt. Die DDR-Behörden wagten nicht mehr einzugreifen. Ein Schulgebäude wurde besetzt, um der Schule ausreichend Raum zu geben, auch dies wurde hingenommen. Die Schule erklärte sich zur ersten integrierten Gesamtschule der DDR. Das erste Konzept nach der Wende enthielt das Ziel, eine Gesamtschule mit Grundstufe und gymnasialer Oberstufe aufzubauen. Diese Projekt ist an bürokratischen Widerständen gescheitert, da der Schule vom Schulträger kein Schulkomplex mit genügend Räumen an einem Standort zur Verfügung gestellt wurde. Immer mussten Schüler und Lehrer bis zu 20 Minuten zwischen einzelnen Unterrichtsstunden "wandern".

Aus der Erfolgsbilanz der Jules-Verne-Oberschule:

1998 - 2001 Einzige Schule Berlins und der neuen Bundesländer im Netzwerk der
Führenden Medienschulen Deutschlands" bei der Bertelsmann-Stiftung.
1999 Evaluation der Arbeit mit modernen Medien durch die OECD, das Konzept
wird den europäischen Schulen zur Nachahmung empfohlen.
2000 Verabschiedung des Leitbildes, anschließend Realisierung
gruppenpädagogischer Vorstellungen und des Teamprinzips: alle Lehrer gehören
Teams an, die über ein hohes Maß an Eigenverantwortung verfügen. Die Schule
gibt sich ein musisch-kommunikatives Profil.
2000 Einführung des Faches Medienkunde. Bisher die einzige Schule Berlins.
2001 Auszeichnung des Beitrages zum Projekt "Demokratisch handeln"
2002 Die Jules-Verne-Oberschule vertritt im Auftrag von Ministerin Bulmahn Deutschland bei der Videokonferenz der europäischen Kultusminister.
2004 Teilnahme am Projekt "Schule ohne Rassismus" und an Public action.

nach oben

Auf dieser Website ist die Webstatistik Piwik datenschutzkonform installiert. | Mehr Infos & Datenschutz