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Solidarität mit Stasi-Opfern (04.04.2006)

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Ehemalige Häftlinge des Ministeriums für Staatssicherheit lesen Zeitzeugenberichte

Auf Einladung des Präsidenten des Abgeordnetenhauses von Berlin, Walter Momper, werden am Dienstag, dem 4. April 2006, um 19.00 Uhr ehemalige Häftlinge des Ministeriums für Staatssicherheit im Plenarsaal des Abgeordnetenhauses von Berlin Zeitzeugenberichte lesen. Die Veranstaltung trägt den Titel: "Zeichen setzen".

Anlass für die Lesung ist der Verlauf einer Diskussionsveranstaltung des Bezirksamts Lichtenberg am 14. März 2006 über die geplante Markierung des früheren militärischen Sperrbezirkes, in dem sich die Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit in Berlin-Hohenschönhausen befand. In der Diskussion hatten frühere Mitarbeiter des MfS ihre ehemaligen Opfer in
unerträglicher Weise verhöhnt und die systematischen Menschenrechtsverletzungen geleugnet.

Parlamentspräsident Walter Momper: "Wir müssen deutlich dem Eindruck entgegentreten, die früheren Gefängniswärter und Stasi-Mitarbeiter könnten ihre eigene Geschichte unwidersprochen verfälschen und die Deutungshoheit bei der
Aufarbeitung beanspruchen."

Die Veranstaltung im Abgeordnetenhaus findet in enger Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen statt und wird von dem Schauspieler Udo Schenk moderiert. Udo Schenk selbst war 1985 in die Bundesrepublik geflüchtet. Für die Lesung zugesagt haben u.a. die ehemalige Bundestagsabgeordnete Vera Lengsfeld, die 1988 in der DDR wegen versuchter "Zusammenrottung" verurteilt wurde und der Liedermacher Christian Kunert, Mitglied der in der DDR verbotenen Klaus Renft Combo.

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