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Stürmischer Beifall und viel Nachdenklichkeit (11.01.2005)

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Mit seinem alljährlichen Jugendprojekt "denk!mal" hat das Abgeordnetenhaus von Berlin eine moderne, zeitgemäße Form des Gedenkens entwickelt. In diesem Jahr haben mehr als 500 Jugendliche kreativ daran mitgewirkt. Im Plenarsaal des Parlaments fand am Dienstagabend (11.1) die Abschlussveranstaltung statt. Sie wurde in jeder Hinsicht ein großer Erfolg.
Ein Abend mit stürmischem Beifall, aber auch viel Nachdenklichkeit und Betroffenheit.

Durch das Programm mit musikalischen und darstellerischen Beiträgen von Jugendlichen und einem eindrucksvollen Zeitzeugen-Gespräch führte der Schauspieler Alexander Held ("Schindlers Liste", "Sophie Scholl - die letzten Tage"), der sich dafür - wie alle Mitwirkenden - ehrenamtlich zur Verfügung gestellt hatte. Mit einer sachlichen und sensiblen Moderation verband er die Programmteile, in denen sich die Jugendlichen für Toleranz und mehr Mitmenschlichkeit, aber auch für Wachsamkeit und Widerstand gegenüber den Anfängen eines neuen Unheils einsetzten. Atemlose Stille dann, als Alexander Helm selbst mit großer Eindringlichkeit einige Textpassagen aus dem neuen Film "Sophie Scholl - die letzten Tage" zitierte.

Die Veranstaltung anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus (27. Januar) war Abschluss des Wettbewerbs "denk!mal", zu dem Parlamentspräsident Walter Momper Berliner Jugendgruppen und Schulklassen aufgerufen hatte. Ziel war es, das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus wach zu halten und die Jugendlichen aufzufordern, gegen neonazistische Tendenzen einzutreten und sich für Demokratie und Toleranz zu engagieren.

An dem Projekt "denk!mal" haben sich in diesem Jahr 47 Schulklassen und Jugendgruppen beteiligt, - mehr als je zuvor.

Der Präsident des Abgeordnetenhauses, Walter Momper, hatte die Jugendlichen aufgerufen, sich für eine der drei Kategorien "mach!mal" (Ausstellungen, Theater, Hörspiele), "schreib!mal" (Gedichte, Essays, Zeitungsartikel) oder "sing!mal" (musikalische Ausdrucksformen) anzumelden. Teilnehmen konnten Jugendliche bis zum Alter von 21 Jahren. Die Teilnehmer erhielten die Möglichkeit, in der Veranstaltung im Plenarsaal und in einer Ausstellung im Parlament, die noch bis zum 18. Januar (außer Sonnabend und Sonntag) von 9.00 bis 18.00 Uhr geöffnet ist, die Öffentlichkeit darüber zu informieren, wie sie sich mit der deutschen Vergangenheit und neonazistischen Vorfällen der Gegenwart auseinandersetzen.

Um ganz sicher zu sein, dass das Projekt bei Jugendlichen auch "ankommt", hatte Präsident Walter Momper dafür ein Team junger Leute engagiert, das die Veranstaltung und die Ausstellung gemeinsam mit der Parlamentsverwaltung vorbereitete.

Alexander Held, der gefeierte Moderator des Abends im Plenarsaal des Abgeordnetenhauses, wurde in München geboren, besuchte dort die Otto-Falkenberg-Schule und begann 1980 seine Theaterkarriere. Sie führte ihn u.a. zu den Münchener Kammerspielen, dem Staatsschauspiel Hannover, der Freien Volksbühne Berlin, dem Theater Basel und den Salzburger Festspielen. In Berlin trat er auch in Musical-Produktionen auf, u.a. im Theater des Westens. 1993 begann seine Filmkarriere. Noch im selben Jahr spielte er in dem mit einem "Oscar" ausgezeichneten Kinofilm "Schindlers Liste". Seither war er in über 80 Fernsehproduktionen und zahlreichen Kinofilmen zu sehen. Alexander Held gehört heute zu den profiliertesten Charakterdarstellern. Sein Spektrum reicht von der Komik bis zur Tragik.

"Dann gibt es nur eins: Sag nein!" Schülerinnenund Schüler der Anne-Frank-Grundschule ausTiergarten eröffneten den Abend im Plenarsaaldes Abgeordnetenhauses mit Worten des Dichters Wolfgang Borchert.

In der Ausstellung "denk!mal 2005", die noch bis zum18. Januar im Abgeordnetenhaus besichtigt werden kann, informieren Jugendliche über ihre Projekte.

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