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Überreichung der Obermayer-Preise wieder in Berlin (24.07.2002)

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Eine der höchsten internationalen Auszeichnungen, die von jüdischen Organisationen in den USA vergeben werden, soll auch im kommenden Jahr wieder in Berlin überreicht werden. Im Abgeordnetenhaus von Berlin findet am 27. Januar 2003, dem Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, wieder eine Feierstunde statt, in deren Mittelpunkt die Ehrung stehen wird.

Der Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin, Walter Momper, und die Obermayer-Foundation (USA) haben jetzt die Öffentlichkeit aufgerufen, Nominierungen für die "OBERMAYER GERMAN JEWISH HISTORY AWARDS" einzureichen. Die Preise werden für herausragende Beiträge zur Dokumentation der jüdischen Geschichte und der jüdischen Kultur in Deutschland verliehen.

Die Obermayer German Jewish History Awards werden an Personen vergeben, die freiwillig herausragende Beiträge zur Dokumentation der jüdischen Geschichte oder Genealogie, des jüdischen Erbes und der jüdischen Kultur in Deutschland leisten oder geleistet haben. Die ersten Auszeichnungen wurden am 13. November 2000 während der Jüdischen Kulturtage in Berlin den durch German Jewish Community History Council der Obermayer Foundation verliehen.

GRÜNDE FÜR DIE PREISVERGABE
In den letzten Jahrzehnten haben viele Einzelpersonen in Deutschland versucht, Informationen über das jüdische Leben, das einst über Jahrhunderte hinweg in großen und kleinen Gemeinden in Deutschland florierte, zu rekonstruieren, d.h. das Bild des jüdischen Lebens vor der Zerstörung wiederherzustellen. Ohne an eine Gegenleistung zu denken, haben diese Personen geholfen, das Bewusstsein für eine einstmals dynamische Kultur zu fördern, im Andenken an diejenigen, die im Holocaust gestorben sind, in Anerkennung der einflussreichen Beiträge, die die jüdische Kultur und jüdische Menschen für Deutschland geleistet haben, und in der Hoffnung, zerstörte Verbindungen wiederherzustellen. Diese Personen haben freiwillig unzählige Stunden in ihrer Freizeit solchen Projekten gewidmet, aber nur wenige sind für ihre Bemühungen anerkannt oder geehrt worden. Der German Jewish Community History Council ist der Ansicht, dass es von besonderer Bedeutung ist, wenn Jüdinnen und Juden aus aller Welt solche Arbeiten mit einer Auszeichnung anerkennen, würdigen und internationale
Aufmerksamkeit erregen.

KRITERIEN FÜR EINE AUSZEICHNUNG
Es werden Personen ausgezeichnet, die in Deutschland leben und die das Interesse an dem früheren jüdischen Leben in Deutschland geweckt haben, besonders an ihrem Wohnort oder in ihrer Region. Frühere Preisträger können nicht mehr vorgeschlagen werden, aber die Personen, die mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet wurden, können Preisträger 2002 werden. Die Arbeit wird im Hinblick auf ihre Bedeutung für den Fortbestand jüdischen Lebens, ihre Bedeutung für Bildung und Ausbildung, ihre Zugänglichkeit für die Öffentlichkeit, ihren andauernden Wert und die Verbesserung der Kommunikation zwischen Jüdinnen/Juden und deutschen Nichtjüdinnen/Nichtjuden bewertet. Die Arbeit darf nicht Teil der regulären, d.h. bezahlten Arbeit sein, und sie soll nicht Teil eines akademischen Studiums sein, darf aber mit dem Beruf der/des Nominierten in Zusammenhang stehen. Solche Arbeiten können viele verschiedene Formen annehmen, z.B.: ein schriftliches Dokument, Film, Video, Foto- oder andere Ausstellung, Bericht über genealogische Forschung, Vortragsreihe, Stadtführung, Datenbank oder Webseite, Restaurierung eines jüdischen Ortes, z.B. einer Synagoge oder eines Friedhofs, aktive Zusammenarbeit mit Familienforscherinnen/forschern oder mit Jüdinnen/Juden, die früher am Ort wohnten, bzw. mit deren Nachkommen.

VORSCHLAGSVERFAHREN
Es wird angenommen, dass die Kandidaten in erster Linie von dankbaren Juden aus aller Welt vorgeschlagen werden, die die Person für ihre außergewöhnliche Arbeit ehren möchten. Angaben für die Nominierung können durch Aufforderung der nominierenden Person an die vorgeschlagene Person ergänzt werden. Die Nominierung soll maximal 1000 Worte umfassen und muss bis zum 20. September 2002 eingegangen sein. Die Nominierung sollte eine kurze Biographie der vorgeschlagenen Person und eine Beschreibung der Aktivitäten umfassen, in der die folgenden Punkte angesprochen werden:
a. Inhalt und Form der Arbeit, z.B. schriftliches Dokument, Ausstellung, etc.
b. Was war das beabsichtigte Ziel, die Zielgruppe und Botschaft?
c. Worin bestand die Motivation für diese Unternehmung?
d. Durch wen oder welchen Umstand erhielt der Nominierende Kenntnis von der Arbeit?
e. Handelt es sich um eine fortlaufende Arbeit/Unternehmen, oder wann wurde sie begonnen, wann beendet?
f. Wie wurde die Arbeit ausgeführt (z.B. in Zusammenarbeit mit anderen Personen, wurden Archive oder andere Stellen/Quellen benutzt)?
g. Wie gelangte die Arbeit an die Öffentlichkeit und wie wurde sie aufgenommen? Evtl. auf Presse und Medienberichte hinweisen.
h. Kann die Arbeit von anderen, z.B. in Archiven, im Unterricht, in Bibliotheken verwendet werden?
i. Gab es besondere Schwierigkeiten bei der Ausführung der Arbeit?
j. Anhaltende Wirkung der Arbeit.
k.Vollständige Kontaktadresse.
Der Bewerbung sollten Referenzen von zwei weiteren Personen, die mit der Arbeit des Kandidaten/der Kandidatin vertraut sind, beigefügt werden. Die Jury wird möglicherweise in der Endausscheidung des Auswahlverfahrens die Personen kontaktieren.

Geben Sie bitte an, ob Sie eine Kopie oder ein fertiges Produkt (z.B. Buch, Artikel, Video, CD-ROM) der Fotos von Ausstellungen, Wiederherstellungen oder Renovierungen von jüdischen Orten mit einreichen. Solche Unterlagen werden von den Kandidatinnen/Kandidaten, die die Endrunde erreicht haben, nach dem 20. Oktober angefordert werden. Die Nominierungen sollten möglichst in englischer Sprache verfasst werden, aber auch Vorschläge in deutscher Sprache werden entgegengenommen.

DIE JURY
Das German Jewish Community History Council Board und die Jury setzen sich aus hochgeachteten Persönlichkeiten zusammen, die Erfahrungen aus erster Hand und Kenntnis von den verschiedenen Beiträgen haben, die deutsche Bürger geleistet haben. Zu den Jury-Mitgliedern zählen: Karen Franklin (New York), Ernest Kallmann (Neuilly, France), Werner Loval (Jerusalem), Sara Nachama (Berlin), Ernst Cramer (Berlin), Arthur Obermayer (Boston) und der Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin, Walter Momper.

BENACHRICHTIGUNG DER KANDIDATEN
Die Kandidaten, die die Endrunde erreicht haben, werden im November benachrichtigt, und weitere Informationen könnten angefordert werden. Die Preisträger werden im Dezember 2002 benachrichtigt. Zum gleichen Zeitpunkt werden Ehrenurkunden an weitere preiswürdige Kandidaten in Anerkennung ihrer Leistungen verschickt.

PREISVERLEIHUNG
Die Preisverleihung findet in einem Festakt am 27. Januar 2003 im Abgeordnetenhaus von Berlin statt. Die Preisträger erhalten eine gerahmte Ehrenurkunde und einen Geldbetrag zur weiteren Unterstützung ihrer Projekte. Reise- und Hotelkosten für die Preisträger und ihre Lebensgefährten werden übernommen. Ehrengäste aus dem öffentlichen und politischen Leben werden anwesend sein. Die Arbeiten der Preisträger werden dem Publikum und den Medien vorgestellt. Zusätzlich zu der Preisverleihung und dem Festakt in Berlin werden einzelne Gemeinden aufgefordert, eigene Veranstaltungen zu organisieren, um die Preisträger zu ehren.

KONTAKT INFORMATION
Alle Anfragen und Nominationen sollten möglichst per E-mail an germanaward@hotmail.com geschickt werden.
Falls keine E-mail zur Verfügung steht, schicken Sie bitte Ihre Anfragen und Nominierungen an: Obermayer Foundation , 239 Chestnut Street, NEWTON, MA. 02465
USA (Fax: 617-244-2496)
Referat Protokoll, Abgeordnetenhaus von Berlin,
Niederkirchnerstraße 5, 10111 Berlin-Mitte, Germany (Fax: 030-2325-1168

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