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Verleihung der Louise-Schroeder-Medaille 2010 (16.03.2010 bis 22.04.2010)

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In diesem Jahr wird Karoline Friederike Müller mit der Louise-Schroeder-Medaille ausgezeichnet. Die Medaille wird ihr von Parlamentspräsident Walter Momper in einer

Feierstunde am 15. April 2010 um 18.00 Uhr

im Abgeordnetenhaus von Berlin überreicht.

Das Präsidium des Abgeordnetenhauses folgte mit seinem Beschluss dem Vorschlag des Kuratoriums „Louise-Schroeder-Medaille“, dessen Vorsitzende die frühere Berliner Bürgermeisterin Ingrid Stahmer ist.

Der Präsident des Abgeordnetenhauses verleiht die Medaille jährlich einer Persönlichkeit oder einer Institution, die dem politischen und persönlichen Vermächtnis Louise Schroeders in hervorragender Weise Rechnung trägt.

Louise Schroeder (2. April 1887 bis 4. Juni 1957) hat sich zeitlebens durch unermüdliches soziales Engagement und durch das Eintreten für die Gleichstellung von Frauen ausgezeichnet. Ihr Name ist untrennbar mit dem Einsatz für Demokratie, für die Teilhabe von Frauen an der Politik und für das Engagement gegen Ungerechtigkeit und Machtmissbrauch verbunden. Seit 1919 war sie Parlamentarierin und von Mai 1947 bis Dezember 1948 Oberbürgermeisterin von Berlin. Sie hat sich bleibende Verdienste um die Stadt erworben und mit ihrer mutigen Amtsführung zur Linderung der großen Not im Nachkriegs-Berlin beigetragen.

Mit Karoline Friederike Müller wird eine Frau ausgezeichnet, die sich seit vielen Jahrzehnten gegen die Ungleichbehandlung von Frauen im Kunstbetrieb engagiert, ein Problem, das in der Öffentlichkeit viel zu wenig wahrgenommen wird. Bis heute kämpft Frau Müller für die Unterstützung zeitgenössischer Künstlerinnen und gegen das Vergessen bedeutender früherer Künstlerinnen, die sie mit ihrem Lebenswerk sichtbar und der Berliner Gesellschaft bewusst zu machen bestrebt ist. Mit ihrem unermüdlichen und lebenslangen Engagement gegen gesellschaftliche Ungerechtigkeiten im Bereich der Kunst steht sie in der Tradition des Wirkens von Louise Schroeder.

Durch die Verleihung der Medaille 2010 an Karoline Müller soll aufgezeigt werden, dass sich Diskriminierung und Ungleichheit durch die unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereiche ziehen, dass es aber zugleich überall Menschen gibt, die für die Veränderung dieser Strukturen kämpfen und die durch die Medaille eine Anerkennung und Unterstützung in ihren Aktivitäten erfahren können. Frau Müller erhält diese Anerkennung für ihr Lebenswerk.

Die Laudatio wird in diesem Jahr von Prof. Jörn Merkert, dem Direktor der Berlinischen Galerie, gehalten.

Die vollständige Übersicht der bisherigen Preisträger und Preisträgerinnen sowie weitere Informationen über das Kuratorium „Louise-Schroeder-Medaille“ sind im Internet abrufbar unter der Adresse http://www.parlament-berlin.de, Rubrik „Wissenswertes“.

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