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"Viele Kulturen sind Berlin!" (01.07.2003 bis 22.08.2003)

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Parlamentspräsident Walter Momper hat am Dienstag (1.7.) in der Wandelhalle des Abgeordnetenhauses die Fotoausstellung "Viele Kulturen sind Berlin! Gesichter eines Kulturenmosaiks - Fotografische Impressionen: Heinz Kleemann" eröffnet. Dabei erinnerte Präsident Momper daran, dass Berlin schon seit Jahrhunderten Sammelpunkt vieler Kulturen und Religionen. Heute sei Berlin eine Stadt, in der Menschen aus mehr als 160 Nationen leben. Das Miteinander und der gegenseitige Respekt müssten immer wieder eingeübt werden. Der Parlamentspräsident rief zu Offenheit im Umgang miteinander und zum Hinterfragen gängiger Klischees und Pauschalurteile auf.

Präsident Walter Momper sagte u.a.:

"Berlin, eine Metropole mit wechselvoller Geschichte in der Mitte Europas, ist schon seit Jahrhunderten Sammelpunkt vieler Kulturen und Religionen. So fanden beispielsweise die Hugenotten im 17./18. Jahrhundert hier nicht nur Zuflucht und Religionsfreiheit. Sie nahmen auch starken Einfluss auf ihre neue Heimat und bereicherten sie nachhaltig.

Die Zuwanderer und Zugereisten in der Mischung mit den Alt-Berlinern machten diese Stadt in den „Goldenen Zwanzigern“ des letzten Jahrhunderts zum bedeutendsten kulturellen Zentrums Europas, zum Schmelztiegel heterogener Kräfte, in dem heimische Traditionen und fremdartige Einflüsse eine schöpferische Verbindung eingingen. Bis auf den heutigen Tag ist Berlin ein Zusammenfluss breiter Lebensströme aus vielen Ländern und Kulturen geblieben. Ein Ort, an dem sich verschiedene Mentalitäten und Religionen zu Hause fühlen. Eine Stadt, in der Menschen aus über 160 Nationen leben.

Nach wie vor hält die Zuwanderung aus vielen Staaten der Erde an. Oft sind sie noch „die Ausländer“, selbst wenn bereits die Enkelgeneration hier aufwächst. Das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Nationalität, Hautfarbe und Glaubensbekenntnisse ist aber von Brüchen, Missverständnissen und Konflikten geprägt. Das Miteinander, der gegenseitige Respekt müssen immer wieder eingeübt werden. Offenheit im Umgang miteinander ist dafür wichtig. Auch das ständige Hinterfragen gängiger Klischees und Pauschalurteile. Gerade in dieser Hinsicht ist die Politik und sind auch die öffentlichen Verwaltungen zentrale meinungsbildende Instanzen.

Ziel zahlreicher Initiativen in unserer Stadt – wie u. a. auch dieser Ausstellung – ist es, eine größere Akzeptanz gegenüber den Zuwanderern zu erreichen und für die positiven Aspekte kultureller und ethnischer Vielfalt zu werben. Ich freue mich sehr, dass es uns gelungen ist, diese Vernissage nicht nur mit türkischer Volksmusik zu bereichern, sondern auch mit der Lesung von zwei kurzen Prosatexten von Ismet Elci, der seit 1979 in Berlin lebt und dem 1993 für sein literarisches Werk der Adelbert-von Chamisso-Preis verliehen wurde".

Nach der Begrüßungsrede des Parlamentspräsidenten sprachen der Abgeordnete Özcan Mutlu als Initiator der Ausstellung und der Beauftragte des Senat von Berlin für Integration und Migration, Günter Piening. Anschließend las Ismet Elci , Chamisso-Preisträger, Autor und Regisseur, aus seinen Werken. Viel Beifall erhielt Hasan Kuz, der die Veranstaltung mit Saz-Musik und Gesang musikalisch umrahmte.

Die Fotoausstellung findet mit Unterstützung der Robert-Bosch-Stiftung und der Chamisso-Initiative statt. Zu besichtigen sind die ausdrucksstarken Bilder von Heinz Kleemann bis zum 22. August 2003 in der Wandelhalle des Abgeordnetenhauses (montags bis freitags von 9.00 bis 18.00 Uhr, unentgeltlich).

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