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Wir haben den Hunger satt! Misereor - Hungertuchwallfahrt (28.02.2014)

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Das Hungertuch vor dem Abgeordnetenhaus / Foto: Thomas Platow, Landesarchiv

Misereor-Hungertuchwallfahrt: Parlamentspräsident Wieland nahm Hungertuch entgegen

Rund 150 Pilger wurden am Samstag, 8. März, um 12 Uhr vom Präsidenten des Berliner Abgeordnetenhauses, Ralf Wieland, empfangen. Die Wallfahrer überreichten Wieland dabei das MISEREOR-Hungertuch. Anlass des Besuchs war die Eröffnung der diesjährigen Fastenaktion von MISEREOR, die am Sonntag, 9. März, um 10 Uhr mit einem Festgottesdienst in der Berliner Kirchengemeinde St. Michael stattfand. Mit zahlreichen Veranstaltungen wird das katholische Hilfswerk ab dann bis zum 6. April im Rahmen seiner Fastenaktion  unter dem Leitgedanken „Mut ist, zu geben, wenn alle nehmen“ um Spenden für seine weltweite Entwicklungszusammenarbeit in mehr als 90 Ländern werben.

Misereor ist ein Hilfswerk der Katholischen Kirche, das seit 1958 besteht. Das erklärte Ziel von Misereor ist Hilfe für die Ärmsten der Armen. Gemeinsam mit einheimischen Partnern unterstützt Misereor Menschen jeden Glaubens, jeder Kultur und jeder Herkunft in Afrika, Asien, Ozeanien und Lateinamerika, seit 1958 in mehr als 100.000 Projekten, aktuell sind es 3.300 Projekte in über 90 Ländern. Misereor bringt tägliches Engagement von Einzelpersonen, Gemeinden und Institutionen zur Gesundheitsförderung und Ernährungssicherung zusammen. Das Hilfswerk setzt sich für Frieden und Menschenrechte ein, von der Stärkung der Zivilgesellschaft bis zur Katastrophenprävention.

Seit dem Jahr 1000 n. Chr. gibt es den Brauch, in der Fastenzeit den Altarraum durch große, aufwendig gestaltete Tücher zu verdecken. Misereor hat diesen Brauch im Jahre 1976 aufgegriffen und bringt alle zwei Jahre ein Hungertuch heraus, das von einer Künstlerin oder einem Künstler aus einem Land des Südens gestaltet wird. Es verbindet biblische Szenen mit der Lebensrealität von Menschen überall auf der Welt und stellt die Frage nach Gerechtigkeit und Solidarität in den Mittelpunkt. Im vergangenen Jahr wurde das Hungertuch durch die slowenisch-bolivianische Künstlerin Ejti Stih gestaltet. Es trägt den Titel „Wie viele Brote habt ihr?“ Die Hungertuchwallfahrer machen sich seit 1986 regelmäßig von der Stadt, in der die Fastenaktion im jeweils vorherigen Jahr eingeläutet worden ist, zum Ort der diesjährigen Eröffnung auf. Daher werden sie sich dieses Jahr von Aachen aus auf den Weg nach Berlin machen. Abwechselnd wandern die Pilger in vier Gruppen zu Fuß, Tag und Nacht, bei Wind und Wetter, und tragen dabei das Hungertuch.

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