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"denk!mal 2006" (21.12.2005)

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In Berlin setzen sich mehr Jugendliche in Projekten und Arbeitsgruppen mit dem Nationalsozialismus und neonazistischen Tendenzen kritisch auseinander, als der Öffentlichkeit weithin bekannt ist. Das Abgeordnetenhaus von Berlin wird
deshalb - anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2006 - Schülerinnen, Schülern und Jugendgruppen die Möglichkeit bieten, ihre Projekte einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. "denk!mal 2006 - erinnern und gestalten" ist der Titel einer Veranstaltung im Plenarsaal und einer Ausstellung im Parlamentsgebäude. Unter dem Motto "Dein Engagement ist gefragt" hat der Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin, Walter Momper, die Jugendlichen zur Teilnahme aufgerufen.

Wer noch teilnehmen möchte, sollte sich jetzt schnellstens telefonisch beim Projektbüro "denk!mal" im Referat Öffentlichkeitsarbeit
des Abgeordnetenhauses melden !

Der Aufruf hat folgenden Wortlaut:

denk!mal 2006
erinnern und gestalten - initiativen berliner jugendlicher.

"Dein Engagement ist gefragt."

Das Abgeordnetenhaus von Berlin möchte mit dem Jugendprojekt "denk!mal" Schülerinnen, Schüler und andere Jugendliche bis zum Alter von 21 Jahren unterstützen, die das Erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus wach halten und sich für Toleranz und Verständigung in unserer Gesellschaft engagieren.

Vor 60 Jahren endete die Gewaltherrschaft der Nationalsozialisten in Deutschland. Leider sind auch heute noch Menschen bestimmter Religion oder ethnischer Herkunft sowie Homosexuelle und Behinderte Ziel von Gewalt und Feindseligkeiten. Das Abgeordnetenhaus von Berlin initiiert deshalb zum vierten Mal - anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2006 - das Jugendprojekt "denk!mal".

Der Präsident des Abgeordnetenhauses, Walter Momper, ruft dazu Schul- und Jugendgruppen aus Berlin auf : "Der Jahrestag der Befreiung der Häftlinge des KZ Auschwitz wird seit 1996 in Deutschland als Gedenktag begangen. Das Gedenken an die Zeit des Nationalsozialismus darf sich nicht in wiederkehrenden Ritualen erschöpfen. Wir müssen neue Formen des Gedenkens finden, damit die Erinnerung lebendig bleibt. Die junge Generation trägt dabei eine besondere Verantwortung. Nur wenn die nachfolgenden Generationen sich der Verbrechen des nationalsozialistischen Terrorregimes bewusst sind, kann dem Vergessen, Verdrängen und dem neuerlich aufkommenden Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus erfolgreich entgegengetreten werden."

Um das Erinnern lebendig zu gestalten, verbindet das Projekt „denk!mal“ Denken mit Machen. Unter dem Schlagwort "mach!mal" können Berliner Jugendliche ihre Ideen zum Thema in greif-, sicht- und hörbarer Form umsetzen und ihre Gedanken und Aktionen in den verschiedensten Formen präsentieren. Jugendprojekte, die sich mit dem Nationalsozialismus auseinandersetzen, sowie
gesellschaftspolitisch engagierte Initiativen gegen Rassismus und Rechtsextremismus sollen gewürdigt und einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Bei den Konzeptionen für die diesjährigen Projekte sollten in besonderer Weise auch die Geschichte und Bedeutung historischer Orte und Gebäude in Berlin berücksichtigt werden. Viele Gebäude und Straßenzüge waren Schauplatz von Verbrechen der Nationalsozialisten. Sie zeugen von der Verfolgung und Deportation vieler unschuldiger Menschen, vom furchtbaren Schicksal Einzelner und ganzer Familien, aber auch von Mitmenschlichkeit, Zivilcourage und Widerstand gegen das NS-Regime. Die Geschichten, die diese "steinernen Zeugen" erzählen, sollen im Mittelpunkt des diesjährigen Jugendprojekts stehen.

mach!mal
In der Kategorie mach!mal kann die gestalterische Verwirklichung jede Form annehmen, z.B. Ausstellungen, Theater oder Hörspiele.

schreib!mal
schreib!mal möchte junge AutorInnen und JournalistInnen motivieren, Gedichte, Essays oder Artikel zur Thematik von denk!mal zu verfassen.

sing!mal
Bei sing!mal können die Inhalte in musikalischer Form verarbeitet und einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt werden.

mal!mal
In der Kategorie mal!mal kann man sich malend dem Thema nähern. Collagen, Kreide, Tusche, Wachsstifte – alle Materialien sind erlaubt.

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind eingeladen, ihre Arbeiten im Januar 2006 im Rahmen der Abschlussveranstaltung und einer damit verbundenen Ausstellung im Abgeordnetenhaus von Berlin zu präsentieren. Darüber hinaus wird jedes Projekt mit einem themenbezogenen Preis gewürdigt. Teilnehmen können Jugendliche, Schulklassen und Jugendgruppen bis zum Alter von 21 Jahren. Anmeldungen zum Jugendprojekt "denk!mal" werden unter folgender Adresse
entgegengenommen:

Der Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin
Walter Momper
Niederkirchnerstraße 5
10111 Berlin

Tel.: (030) 23 25 10 61,- 1167, - 2010, - 2011
Fax.: (030) 23 25 10 68

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